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Soforthilfen

 

In Simbach am Inn werden weiterhin Anträge ausgehändigt und eine Hilfestellung zum Ausfüllen gegeben, die Auszahlungen erfolgen aber in Simbach am Inn nicht mehr, sondern nur noch im Landratstamt Rottal-Inn, Ringstraße 4 - 7, in Pfarrkirchen. 

 

Öffnungszeiten Landratsamt Rottal-Inn:
Montag bis Freitag 8.00 - 12.00 Uhr
Montag und Donnerstag 13.30 - 16.00 Uhr

 

Pressemitteilung   13. Juli 2016

 

Bayerisches Zuschussprogramm zur Behebung der vom Hochwasser im Mai/Juni 2016 verursachten Schäden an überwiegend zu Wohnzwecken genutzten Gebäuden und an Hausrat

Das Landratsamt Rottal-Inn –Fachbereich Hochwasserhilfe- bietet ab Montag, 18.07.2016 Beratungstermine zu dem oben genannten Zuschussprogramm während der Öffnungszeiten im Rathaus Simbach a. Inn an. Um unnötige Wartezeiten zu vermeiden, werden die Bürgerinnen und Bürger gebeten, unter der Tel.-Nr. 08571 606-11 Termine zu vereinbaren.  

 

Beratungstermine im Landratsamt Rottal-Inn in Pfarrkirchen können unter den Tel.-Nr. 08561 20-760 oder –761 vereinbart werden.

 

Pressemitteilung, 17. Juni 2016

Wie schon berichtet beschloss das Kabinett letzten Dienstag über weitere finanzielle Hilfsprogramme.
Die vom Jahrtausendhochwasser Geschädigten im Landkreis Rottal-Inn unterstützt der Freistaat mit Hilfsmaßnahmen in Anlehnung an das Vorgehen beim Hochwasser 2013 an der Donau.    

 

1) Hilfsprogramm für Unternehmen, Angehörige freier Berufe sowie wirtschaftsnahe Infrastruktur
Im Rahmen des Wiederaufbauprogramms für den Landkreis Rottal-Inn gibt es Hilfen für gewerbliche Unternehmen, Angehörige freier Berufe sowie gewerbliche Träger wirtschaftsnaher Infrastruktur und private Vermieter, die an Unternehmen und Freiberufler vermieten. Gefördert werden die durch das Schadensereignis unmittelbar verursachten Schäden an Betriebstätten, im Regelfall als Soforthilfe von 80 Prozent, zur Vermeidung von Härtefällen bis 100 Prozent des Schadens.    

 

2) Hilfsprogramm für die Land- und Forstwirtschaft sowie ländliche Infrastruktur in Außenbereichen von Gemeinden
Zuwendungsempfänger sind Kleinstunternehmen, kleine und mittlere Unternehmen, deren Geschäftstätigkeit die Primärproduktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse einschließlich Imkerei und Wanderschäferei umfasst. Ausgleichsfähig sind Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen sowie Schäden an Gebäuden, Einrichtungen und Anlagen, landwirtschaftlicher Infrastruktur, landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten sowie am Tierbestand und an Lagerbeständen. Die Zuschüsse erfassen bis zu 80 Prozent des Schadens, in Härtefällen bis zu 100 Prozent.    

 

3) Hilfsprogramm zur Wiederherstellung überwiegend zu Wohnzwecken genutzter Gebäude
Förderfähig im Bereich Beseitigung von Gebäudeschäden sind bis zur Höhe des tatsächlich entstandenen Schadens die Beseitigung von Schäden (Instandsetzung), die Neuerrichtung oder der Erwerb von gleichartigen Wohngebäuden als Ersatz für zerstörte Wohngebäude (Ersatzvorhaben) und erforderliche Modernisierungsmaßnahmen. Antragsberechtigt sind die Eigentümer von Gebäuden, die überwiegend zu Wohnzwecken genutzt werden, unabhängig vom Einkommen und der Versicherbarkeit der Schäden. Der Fördersatz liegt bei 80 Prozent, in Härtefällen bis zu 100 Prozent.
Im Förderbereich Beseitigung von Schäden an Hausrat gehören zum förderfähigen Hausrat die zur Haushalts- und Lebensführung notwendigen Möbel, Geräte und sonstigen Bestandteile einer Wohnungseinrichtung, soweit sie nicht über den angemessenen Bedarf hinausgehen.
Um eine zügige und effiziente Abwicklung der großen Zahl an Förderfällen zu ermöglichen, soll  in den Richtlinien die Möglichkeit einer Pauschalförderung von Hausrat aufgenommen werden. Antragsberechtigt sind Eigentümer und Mieter, die Schäden an ihrem Hausrat erlitten haben.    

 

4) Hilfsprogramm zur Wiederherstellung der Infrastruktur in den Gemeinden Das Hilfsprogramm umfasst die Förderbereiche städtebauliche Infrastruktur, soziale Infrastruktur, verkehrliche Infrastruktur sowie wasser- und abfallwirtschaftliche Infrastruktur.    

 

Sobald die Antragsformulare für die Hilfsprogramme vorliegen, werden Sie sowohl auf der Homepage des Landratsamtes und der jeweiligen betroffenen Gemeinden veröffentlicht und sind auch in den jeweiligen Rathäusern und im Landratsamt erhältlich.    

 

Das Landratsamt Rottal-Inn teilt weiter mit, dass bereits ab dem kommenden Montag, den 20. Juni 2016, Schadensaufnahme-Teams in den von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Gebieten unterwegs sind, um Hochwasser-Schäden im Hinblick auf die Hilfsprogramme der überwiegend zu Wohnzwecken genutzten Gebäude zu erfassen. Beginnend in der Stadt Simbach am Inn werden die Teams in nächster Zeit in den betroffenen Gemeinden von Haus zu Haus gehen, um die Schäden abzufragen. Das Landratsamt weist darauf hin, dass die Mitarbeiter der Schadenaufnahme-Teams einen amtlichen Dienstausweis mit Landkreiswappen, Foto, Namen und Dienstnummer bei sich tragen und auch vorweisen werden.
Sollten die Mitarbeiter der Teams bei ihren Besuchen in einem Gebäude keinen Bewohner antreffen, werden sie eine vorgedruckte Benachrichtigungskarte hinterlassen, auf der alle Informationen für eine mögliche Terminvereinbarung abgedruckt sind.
Das Landratsamt weist außerdem darauf hin, dass die Mitarbeiter der Teams keine Aussagen machen können  über die Höhe möglicher Entschädigungszahlungen, denn die entsprechenden Richtlinien aus dem Finanzministerium liegen noch nicht vor.
Hilfreich ist es für die Schadensaufnahme, wenn Aufstellungen von beschädigten Gegenständen, Fotos oder andere Dokumentationen (wie beispielsweise die in der Gemeinde Triftern von Studenten der FH Deggendorf abgefragten Schadensbögen) über die entstandenen Hochwasserschäden bereits beim Besuch der Teams vorgelegt werden können.    

 

Das Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten bearbeitet die Anträge der landwirtschaftlichen Betriebe, die in der Primärproduktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse einschließlich Imkerei und Wanderschäferei tätig sind.    

 

Anträge zum Hilfsprogramm für Unternehmen, Angehörige freier Berufe und wirtschaftsnahe Infrastruktur werden von der Regierung von Niederbayern bearbeitet. Mitarbeiter der Regierung sind gemeinsam mit dem Fachbereich Wirtschaftsförderung des Landratsamtes Rottal-Inn, der IHK und der Handwerkskammer ab Montag den 20.06.2016 zur Schadenerhebung und Schadensdokumentation vor Ort. Für die betroffenen Unternehmen wird eine Hotline zur Terminvereinbarung eingerichtet.  

 

 

Informationen zu Hilfsprogrammen für Privathaushalte, Unternehmen und land- und forstwirtschaftliche Betriebe

Im Folgenden erhalten Sie Informationen zu den verschiedenen staatlichen Hilfsprogrammen für Geschädigte der Flutkatastrophe im Frühsommer 2016.  

 

Voraussetzung für die Beantragung von Geldern ist, dass ein Schaden durch das Hochwasser Anfang Juni entstanden ist. Da es schon Fälle von versuchtem Missbrauch der Hilfsgelder gegeben hat, werden im Nachgang Kontrollen bei Empfängern der Hilfsgelder durchgeführt werden. Deshalb empfiehlt es sich bei allen Programmen, die Schäden mit Fotos und Listen zu dokumentieren.  

1) Sofortgelder für Privathaushalte und Unternehmen, land- und forstwirtschaftliche Betriebe

a) Sofortgeld bis zu 1.500 Euro (Privatpersonen)
Berechtigte:
Hochwassergeschädigte Privathaushalte
Leistungen: Das Geld ist zur Beseitigungen von akuten Schäden und zur Wiederbeschaffung von lebensnotwendigem Hausrat vorgesehen.

 

 

b) Sofortgeld bis zu 5.000 Euro (Unternehmer)
Berechtigte:
Unternehmer bis zu 50 Mitarbeiter, land- und forstwirtschaftliche Betriebe sowie Vereine
Leistungen: Das Geld ist zur Wiederbeschaffung von Betriebsvermögen vorgesehen, es werden bis zu 5.000 Euro erstattet.

 

 

2) Soforthilfeprogramme

a) Soforthilfen Haushalt/Hausrat
Berechtigte:
Hochwassergeschädigte Privathaushalte (Mieter oder selbstnutzende Eigentümer)
Leistungen: Es kann eine Soforthilfe in Höhe von bis zu 5.000 € je Haushalt gewährt werden. Die Mittel sind zur Ersatzbeschaffung von Hausrat zu verwenden, der entstandene Schaden ist auf dem Formular in groben Zügen zu skizzieren.

 

 

b) Soforthilfen bei Ölschäden an Gebäuden
Berechtigte:
Hochwassergeschädigte Privatgebäude und nicht gewerblich vermietete Wohngebäude (Eigentümer oder dinglich Nutzungsberechtigte)
Leistungen: Es kann eine Soforthilfe in Höhe von bis zu 10.000 € je Wohngebäude gewährt werden. Die Mittel sind für entsprechende Reparaturen zu verwenden. Zusammen mit dem Formular ist als Schadensnachweis ein Angebot bzw. Kostenvoranschlag eines Fachunternehmens zur Beseitigung des Schadens einzureichen.

 

 

3) Aufbauhilfeprogramme

Am 07.06.2016 hat das bayerische Kabinett beschlossen, dass es weitere umfangreiche Hilfsprogramme geben wird. Wie diese Programme im Einzelnen aussehen wird derzeit von den Ministerien ausgearbeitet. Nähere Informationen veröffentlichen wir an dieser Stelle, sobald sie uns vorliegen.

 

Zu Vorbereitung einer Antragsstellung sollten Betroffene die entstandenen Schäden soweit möglich dokumentieren (Fotos, Listen mit zerstörten oder nicht mehr vorhandenen Gegenständen). Auch Angebote für Sanierungskonzepte, Reparaturen und Ersatzbeschaffungen können schon eingeholt werden.   

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