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Hepatitis C

Hepatitis bedeutet Leberentzündung. Am häufigsten wird Hepatitis durch eine Virusinfektion hervorgerufen. Die verschiedenen Arten der Hepatitis-Viren werden mit den Buchstaben des Alphabets kennzeichnet. In Deutschland sind vor allem A, B und C von Bedeutung.

 

Hepatitis C-Virus: Besondere Bedeutung kommt dem Hepatitis C-Virus zu, denn es ist die häufigste Ursache für chronische Leberentzündung. Gegen dieses Virus gibt es noch keine Impfung. Eine medikamentöse Behandlung verspricht nur in einem Teil der Fälle Erfolg.

 

Zahl der Infizierten: Man schätzt, dass in Deutschland ca. 330.000 Personen mit dem Hepatitis C-Virus infiziert sind. Das entspricht ca. 0,4 Prozent der Gesamtbevölkerung Deutschlands. Pro Jahr kommen etwa 5000 Neuinfektionen hinzu.

 

Symptome und Krankheitsverlauf: Die Hepatitis C zeigt meist Uncharakteristische Krankheitserscheinungen wie Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Druckgefühl im rechten Oberbauch. Eine Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut und Augenbindehäute) fehlt zumeist. In über 50 Prozent der Fälle wird die Infektion chronisch und kann zu einer fortschreitenden Schädigung der Leber führen und nach Jahren oder erst Jahrzehnten eine Leberzirrhose und dann auch Leberkrebs zur Folge haben.

Wie wird Hepatitis C übertragen? Ist eine Behandlung möglich?

Behandlung: Mit antiviralen Medikamenten kann das Virus heute bei einem Teil der Kranken dauerhaft aus dem Körper beseitigt werden. Diese Behandlung kann erhebliche Nebenwirkungen verursachen. Eine engmaschige ärztliche Betreuung ist erforderlich.

 

Übertragung: Hepatitis C wird vor allem durch Blut übertragen. Damit es zur Ansteckung kommt, muss infiziertes Blut in die Blutbahn oder das Gewebe kommen.

 

Hepatitis C ist daher übertragbar z.B.:

  • durch gemeinsamen Gebrauch von Spritzen und Kanülen ("needle sharing") bei Drogenabhängigen;
  • selten von der infizierten Mutter auf das Kind bei der Geburt;
  • sehr selten durch Geschlechtsverkehr (im Gegensatz zu Hepatitis B oder AIDS);
  • In Deutschland ist die Anzahl der HCV-Übertragungen durch Bluttransfusionen und durch nicht inaktivierbare zelluläre Blutprodukte nach der Einführung spezieller HCV-Antikörpernachweissysteme (im April 1991) deutlich zurückgegangen. Auch Organspender werden heute auf HCV-Antikörper getestet.

Keine Übertragungsgefahr durch:

  • Kontakte im Alltag;
  • Stillen;
  • Niesen und Husten;
  • Wasser und Nahrungsmittel;
  • Benutzung des gleichen Essgeschirrs;
  • Küssen.

 

Wie kann man sich vor Hepatitis C schützen?

  • Kontakt mit dem Blut einer anderen Person vermeiden.
  • Bei Geschlechtsverkehr außerhalb einer festen Beziehung Kondome verwenden.
  • Körperpflegeutensilien wie Rasierapparat, Zahnbürste und Manikürset nicht gemeinsam benützen.

 

Wer hat ein erhöhtes Risiko für eine Hepatitis C-Infektion?

  • Personen, die sich Drogen injizieren (s.o.);
  • Menschen, die sich unter zweifelhaften hygienischen Bedingungen tätowieren oder piercen lassen;
  • Patienten, die beim Reisen in Ländern mit niedrigen Hygienestandards Bluttransfusionen, Blutprodukte sowie Injektionen erhalten oder invasive Eingriffe durchführen lassen;
  • Lebenspartner von Hepatitis C-Infizierten.

 

Testung: Sollten Sie zu den Risikopersonen zählen, entscheiden Sie zusammen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, ob eine Testung auf Hepatitis C durchgeführt werden soll.

 

Verhalten bei einer Hepatitis C-Infektion:

 

Sollten Sie bereits eine Hepatitis C-Infektion haben, dann

  • Meiden Sie Alkohol
  • Verhindern Sie, dass andere mit Ihrem Blut in Kontakt kommen
  • Informieren Sie die Ärztin oder den Arzt beim Arztbesuch über die bestehende Hepatitis C-Infektion.
  • Informationen und Beratung geben auch die Selbsthilfegruppen (z. B. Deutsche Hepatitisliga e. V., Postfach 200666, 80006 München)

 

Weitere Informationen:
www.gesundheitsministerium.bayern.de
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit Ernährung und Verbraucherschutz
Schellingstraße 155, 80797 München

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