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Blechblasinstrumente heute

...sind in ihrer technischen Ausführung hoch entwickelt. Für die verschiedenen Stilrichtungen, ob Alte Musik, Klassik oder Jazz gibt es die verschiedenen Ausführungen in Messing, Goldmessing mit Neusilbermaschine, Wasserklappe, auswechselbare Mundrohre....

Die gebräuchlichsten Trompeten sind in der Grundtonart B-Dur, aber auch C- und Es-Trompeten werden in Orchester und Blaskapellen gespielt.

 

Die Trompete

Michael Prätorius, der berühmte deutsche Musikschriftsteller und Komponist des 17. Jahrhunderts schrieb über die Trompete: "Trummet ist ein herrlich Instrument, wenn ein guter Meister, des es wohl und künstlich zwingen kann, darüber kömpt". Zu dieser Zeit hatten die Trompeten noch keine Ventile, es ließ sich also nur die Naturtonreihe spielen, die es in der Zweistrich-Oktave ermöglichte, eine annähernd lückenlose diatonische Tonleiter zu blasen. Melodien mußte man also in hoher Lage blasen, was bekanntlich nicht leicht ist.
Außerdem hatte die ursprünglichen Naturtrompeten einen klaren, eher flötenartigen Klang und übertönten in der Klangstärke nicht einmal eine durchschnittliche Singstimme. So schrieb z.B. J.S. Bach Arien für zwei oder drei Trompeten mit einer Singstimme und Generalbaß.Die beiden aus Schlesien stammenden deutschen Musiker Stötzel und Blühmel erfanden 1813 die Zylinderventile. Diese entscheidende Entwicklung erschloß der Trompete die vollständige Tonreihe und sie gewann auch an Klangfarbe.

 

Tenorhorn und Flügelhorn

Zwei Instrumente, die in keiner bayerischen Blechmusik fehlen. In den Blasmusiken ist das Flügelhorn wegen des milden, etwas dunklen ausdrucksvollen Ton sehr geschätzt. Es wird ähnlich der Trompete melodieführend eingesetzt. Einen weichen Ton besitzt auch das Tenorhorn (Bildmitte). Bekannt ist dieser charakteristische Klang von den böhmischen Musikanten her. Flügelhörner eignen sich aber auch gut zum Spielen von Arien und geistlichen Weisen. Heute trifft man sie wieder zunehmend in Tanzlmusiken mit Knopfharmonika, Geigen und einem Baßinstrument an. Der Spieler muß als Voraussetzung eine günstige Lippenbildung haben, da ein von Natur geeigneter Ansatz die Entwicklung des Spiels entscheidend beeinflußt. Anfänger sollen sich auf alle Fälle (wie bei jedem Instrument) von einem erfahrenen Lehrer beraten lassen.

 

Vorläufer dieser Trompeteninstrumente finden wir bereits in der vorchristlichen Zeit in vielen Ländern Europas, Asien und Afrikas. Aus Knochen, Bambus und Muscheln, später durch die Kreuzzüge wurden diese Naturtrompeten aus Blech gefertigt. Erst durch die Erfindung der Ventile wurden chromatische Tonreihen möglich und so wurde die Trompete bzw. das Flügelhorn zu einem Orchesterinstrument mit erweiterter Funktion.

 

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