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Das Hackbrett

Bevor Tobi Reiser aus Salzburg um 1930 dieses in fortlaufenden Halbtönen (chromatisch) gestimmtes Hackbrett mit dem Instrumentenbauer Bandzauner entwickelte, gab es nur das traditionelle diatonische, mit einem Quintensteg versehene und mehr der rhythmischen Begleitung dienende (steirische) Hackbrett. Unser chromatisches Hackbrett ermöglicht das Musizieren aller Tonarten in Dur und moll innerhalb des vorhandenen Tonumfanges, der vom untersten Ton kleine Oktave G bis über zwei Oktaven hinaus zum d''' (dreigestrichen) reicht.

 

Hackbrett, ca. 16. Jahrhundert

 

Musikinstrument

 

 

Das "Niederbayerische Zimbal"

Das Hackbrett erfährt in Niederbayern eine interessante Weiterentwicklung.
Das chromatische Hackbrett, wie es Tobi Reiser in Zusammenarbeit mit Heinrich Bandzauner um 1930 im salzburgischen ausgedacht und gebaut hat, ist inzwischen im gesamten bayerischen Sprachraum zu einem beliebten, in manchen Gegenden bereits zu einem volksmusikalischen Gebrauchsgegenstand geworden. In der Stubnmusi ist das Hackbrett melodieführend zu hören. Der gebürtige Passauer Egon Loy, stellte 1982 Überlegungen an, wie er diesem Hackbrett wieder mehr zur ursprünglichen Funktion verhelfen könnte, ohne die Vorteile als chromatisches Instrument zu verlieren.

Um 1870 hatte der Ungar Josef Schunda aus Budapest durch eine Weiterentwicklung des großen steirischen diatonischen Hackbretts, damals bei uns auch "Zimbal" genannt, das Pedal Cimbalom entwickelt - ein Konzertinstrument mit Dämpftechnik, heute ca. 100 kg Gewicht. In der bairischen Volksmusik fand dieses große Zimbal natürlich keine Verwendung, hier muß es unkompliziert und leicht transportabel sein. Zur ungarischen konzertanten Volksmusik steht es, ähnlich wie bei uns das Klavier bereit und wer es einmal in Zusammenhang mit den Geigen erlebt hat, den kann es faszinieren, mit einem vollen runden Ton erklingt. Ähnlich das neuentwickelte "Niederbayerische Zimbal", das den gleichen Tonumfang aufweist wie das ungarische Cimbalom, jedoch in chromatischer Saitenanordnung:
8 Saiten sind vertikal, 2-chörig angebracht, 7 Horizontalsaiten, 3-chörig und alle anderen 4-chörig.
Die Lautstärke entspricht ungefähr der 3/4ten Klavierstärke. Das Gewicht ist nur 30 kg. Der erweiterte Tonraum und die Klangregistermöglichkeiten sind für den Einsatz in der klassischen Musik außerdem sehr vorteilhaft.

 

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