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Biomasse

Mit dem urzeitlichen Lagerfeuer beginnt die Geschichte der Holzenergie. Heute stehen deutlich effizientere Technologien zur Verfügung, um mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz Wärme und Strom zu erzeugen. Im Jahr 2011 wurden 7,0 Prozent des deutschen Wärmeverbrauchs und 1,9 Prozent des Stromverbrauchs durch Holzenergie gedeckt sowie insgesamt 60,1 Mio. Tonnen Treibhausgase vermieden. Angesichts steigender Preise für fossile Energieträger bieten sich viele unerschlossene Potenziale von Wald- und Restholz für die Wärmeerzeugung. Anhand des Ver- bzw. Bearbeitungsgrades gibt es im Wesentlichen folgende Möglichkeiten, mit Holz zu heizen:

 

Scheitholz

Ein Großteil der derzeit verwendeten Holzbrennstoffe ist Scheitholz aus dem Wald und der Flur. Etwa jeder dritte Haushalt heizt zumindest gelegentlich mit Scheitholz. Das Stückholz wird meist aus geringwertigen Holzsortimenten gewonnen, die für die stoffliche Nutzung nicht vermarktet werden können. Der Endverbraucher erhält sein Brennholz als ofenfertige Holzscheite, lose oder abgesackt, teils auch im Container oder auf Paletten. Er kann das Brennholz aber auch halbfertig als Meterware beziehen oder es selbst im Wald "werben", also das Holz in Eigenregie im Wald rücken, spalten, sägen und nach Hause transportieren.

 

Hackschnitzel

Holzhackschnitzel sind mit schneidenden Werkzeugen zerkleinertes Holz. Es handelt sich dabei um ein fließfähiges Material und kann daher für den automatischen Betrieb von Holzfeuerungsanlagen verwendet werden. Im Vergleich zu Holzpellets wird für die Lagerung von Hackschnitzeln ein größerer Lagerraum benötigt, der Preis ist jedoch deutlich günstiger. Zumeist werden Feuerungsanlagen im Agrarbereich, in der Industrie oder in größeren Liegenschaften mit Hackschnitzeln befeuert. Darüber hinaus versorgen Biomasseheizwerke auf Basis unterschiedlicher Hackgutqualitäten ganze Nahwärmenetze und auch Biomasseheizkraftwerke, die neben Wärme auch Strom produzieren, nutzen Holzhackgut.

 

Holzpellets

Holzpellets sind Presslinge aus naturbelassenem Holz, hauptsächlich aus Hobel- und Sägespänen. Durch das Pelletieren wird aus den losen Spänen ein sehr kompakter Brennstoff erzeugt, der trocken und gut rieselfähig ist und bei Transport und Lagerung nur wenig Platz erfordert. Durch die sehr gleichmäßigen guten Brennstoffeigenschaften können sehr kompakte Wärmeerzeuger mit einer relativ einfachen Anlagentechnik realisiert werden: automatische Pelletöfen und Pelletheizkessel mit nur sehr kleinem Lagerraumbedarf.

 

Diese und weiterführende Informationen über Funktionsweise, Planung und Förderung von Biomasse-Anlagen erhalten Sie auf den Internetseiten des „Centralen Agrar- Rohstoff- Marketing- und Energie-Netzwerk- C.A.R.M.E.N. e.V.“: 
http://www.carmen-ev.de/biogene-festbrennstoffe/brennstoffe  | externer Link

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