Das Wichtigste zur Corona-Impfung

Im Folgenden finden Sie Antworten auf die wichtigsten und am häufigsten gestellten Fragen rund um die Impfung gegen Covid-19.

 

 

Covid-19 und Impfen: Was Sie wissen müssen

Impfangebot und Registrierung
Warum sollte man sich gegen Covid-19 impfen lassen?

Eine Impfung gegen COVID-19 trägt sowohl zum individuellen Schutz als auch zur Eindämmung der Pandemie bei.

Da das Virus auch durch asymptomatische Personen übertragen werden kann und generell sehr leicht übertragbar ist, breitet sich SARS-CoV-2 schnell aus. Weltweit wurden bis Anfang Januar über 85 Mio. COVID-19 Fälle und mehr als 1,8 Mio. Todesfälle berichtet.

Allein in Deutschland sind bisher über 2,2 Millionen Menschen an COVID-19 erkrankt und 54.000 Menschen daran gestorben. Durch eine Impfung kann das Infektions- und Erkrankungsrisiko sehr stark reduziert werden.

Die Impfstoffe, die in der EU und somit in Deutschland am 21.12.2020 (BioNTech) bzw. 06.01.2021 (Moderna) bzw. am 29.01.2021 (AstraZeneca) zugelassen wurden, waren in der klinischen Erprobung gut wirksam. Die Studiendaten zeigten, dass die Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 zu erkranken, bei den COVID-19-geimpften TeilnehmerInnen um 95% (BioNTech, Moderna) bzw. 70% (AstraZeneca) geringer war als bei den Placebo/Kontrollimpfstoff-geimpften TeilnehmerInnen. Das bedeutet, dass eine gegen COVID-19 geimpfte Person nach einem Kontakt mit SARS-CoV-2 mit größerer Wahrscheinlichkeit nicht erkranken wird. Über welchen Zeitraum eine geimpfte Person vor einer COVID-19 Erkrankung geschützt ist, d.h. wie lange der Impfschutz besteht, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Zudem ist noch nicht geklärt, in welchem Maße die Transmission (Erregerübertragung) durch geimpfte Personen verringert oder verhindert wird. Trotzdem bietet die Impfung einen guten individuellen Schutz vor der Erkrankung. 

Effektive und sichere Impfungen können einen entscheidenden Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten und werden es ermöglichen, Kontaktbeschränkungen mittelfristig zu lockern. Zunächst muss jedoch ein Großteil der Bevölkerung eine Immunität gegen das Virus entwickelt haben. Durch die Impfung wird eine relevante Bevölkerungsimmunität ausgebildet und das Risiko schwerer COVID-19 Erkrankungen sehr stark reduziert.

 

Quelle: RKI
Stand: 29.01.2021

Wie erhält man die Info über ein Impfangebot?

Generell müssen sich die Landkreisbürgerinnen und –bürger, die Interesse an einer Corona-Impfung haben, für einen Impftermin über unser Onlineportal registrieren.

Die registrierten Personen werden dann je nach Verfügbarkeit der Impftermine vom Impfzentrum zur persönlichen Terminbuchung eingeladen.

Man muss sich nur einmal online registrieren und wird dann automatisch kontaktiert, sobald man an der Reihe ist. Eine weitere Kontaktaufnahme ist nicht erforderlich.

Wo kann ich mich für eine Impfung registrieren?

Die Impf-Registrierung erfolgt über ein Onlineportal. 

Hier geht´s direkt zur Online-Registrierung.

Als kleine Hilfestellung haben wir eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung erstellt, die einen durch den Ablauf der Anmeldung führt. Diese finden Sie hier.

Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit einer telefonischen Registrierung. Davon sollte man aber nur Gebrauch machen, wenn man keine Möglichkeit hat, sich online zu registrieren oder falls Schwierigkeiten auftreten.   

Impf-Priorisierung
Wann bin ich mit der Impfung an der Reihe?

Wann man selbst mit der Schutzimpfung an der Reihe ist, ist in der Nationalen Impfstrategie festgelegt bzw. richtet sich allein nach der Corona-Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums. Aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit des Impfstoffs ist es notwendig zu priorisieren: Die Impfverordnung unterscheidet dabei drei Priorisierungsgruppen, die sich nach Alter, Vorerkrankungen und dem Risiko, sich mit dem Coronavirus anzustecken, richten. 

Näheres dazu wird im Folgenden erklärt.

Was besagt die Nationale Impfstrategie?

Video zur Nationalen Impfstrategie

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit

Wie unterteilen sich die Priorisierungsgruppen?

Weil der Impfstoff zunächst begrenzt verfügbar sein wird, ist es notwendig zu priorisieren. Die Corona-Impfverordnung unterscheidet drei Priorisierungsgruppen:

Höchste Priorität beim Impfen: Video 

Hohe Priorität beim Impfen: Video

Erhöhte Priorität beim Impfen: Video

Zum Nachlesen: Neufassung der Corona Impfverordnung vom 09.02.2021

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit

Wie funktioniert die Impf-Priorisierung?

Die Vergabe von Terminen beim Impfzentrum (Impfung von Pflegeeinrichtungen durch mobile Teams außen vor) verläuft automatisch durch die deutschlandweite genutzte Registrierungs- und Vergabe-Software. Immer wieder taucht dabei auch die Frage auf, warum jüngere vor älteren geimpft werden. Das System berücksichtigt einen Algorithmus aus Variablen, die dafür entscheidend sind, wie schnell jemand impfberechtigt ist. Dazu gehören neben dem Alter des Impfpatienten in erster Linie auch Vorerkrankungen oder sonstige Gründe, die ihn zu einer Risikogruppe bezüglich der Corona-Infektion zählen lassen, aber selbstverständlich auch die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Berufsgruppe (Pflegeberufe, Rettungssanitäter…). Dementsprechend werden innerhalb einer Priorisierungsgruppe die Menschen nach und nach eingeladen.

Das System ist nun etwas komplizierter geworden, da durch die Verfügbarkeit des Impfstoffs Astra Zeneca und der Regelung, diesen nur an Menschen unter 65 zu verimpfen, die Reihenfolge ein Stück weit durchbrochen wird. Im Klartext bedeutet dies: Derzeit werden innerhalb der Priorisierungsgruppe 1 Menschen Über 80, bzw. Menschen Über 65, die aus anderen Gründen zur Prio 1 gehören, mit BionTech geimpft. Menschen unter 65, die zur Prio 1 gehören, werden vordringlich mit Astra Zeneca geimpft und nicht mit BionTech, je nachdem was zur Verfügung steht. Eine Auswahlmöglichkeit gibt es nicht.

Es ist möglich, dass durch weitere Lieferungen von Astra Zeneca irgendwann alle Unter 65-Jährigen der Prio 1 geimpft sind, während bei den Über 65-Jährigen mit BionTech die Liste noch nicht abgearbeitet ist. Dann wird das System automatisch anfangen, die Unter 65-Jährigen aus der Prioritätsgruppe 2 einzuladen, zu denen nach neuesten Informationen nun wohl auch Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher gehören werden. Die Über 65-Jährigen, insbesondere auch die Über 70-Jährigen, die qua Alter automatisch zur Priorisierungsgruppe 2 gehören, sind dann an der Reihe, sobald die Über 65-Jährigen aus Prio 1 alle geimpft sind.

Das System kann sich noch einmal ändern, falls irgendwann auch Moderna oder weitere Impfstoffe zur Verfügung stehen.

Das Landratsamt weist ausdrücklich darauf hin, dass dies nur eine Erklärung des automatischen, software-gestützten Systems ist, das seitens des Landratsamtes in keiner Weise beeinflusst werden kann. Ein Anliegen des Impfteams ist es außerdem, darauf hinzuweisen, dass Einzelfallentscheidungen, ob jemand aufgrund Vorerkrankungen in der Priorität steigt, ausschließlich durch die Bayerische Impfkommission mit Sitz in München getroffen werden. Es ist also sinnlos, mit entsprechenden Attesten ins Impfzentrum zu kommen, und dort einen Arzt sprechen zu wollen.

Zugang und Verteilung
Wo kann ich mich impfen lassen?

Die Verteilung eines COVID-19-Impfstoffs erfolgt zunächst über Impfzentren, die von den Bundesländern eingerichtet wurden. Des Weiteren gibt es mobile Impfteams, die z. B. stationäre Pflegeeinrichtungen aufsuchen.

Das Impfzentrum für den Landkreis Rottal-Inn befindet sich in der Rottgauhalle in Eggenfelden (Grafenweg 11, 84307 Eggenfelden). 

Muss man ins Impfzentrum kommen oder kann die Impfung auch beim Hausarzt durchgeführt werden?

Die Impfung erfolgt bislang ausschließlich im Impfzentrum des Landkreises. Hausärzte führen keine Covid-19-Impfungen durch.

Wie wird der Corona-Impfstoff verteilt?

Ein zugelassener Impfstoff steht zu Beginn nicht automatisch überall und für jeden sofort zur Verfügung. Er muss erst hergestellt und verteilt werden. Zuständig für die Planung und Verteilung eines Impfstoffs sind das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und die Bundesländer. 

Deutschland fördert aktiv den Aufbau von Herstellungskapazitäten für Impfstoffe in Deutschland und der EU. Dabei werden mit den Herstellern auch Verträge zur ausreichenden Versorgung der Bevölkerung in Deutschland und Europa mit potenziellen COVID-19-Impfstoffen geschlossen.

Quelle: RKI
Stand: 29.01.2021

Wieso werden bei uns derzeit nicht mehr Personen geimpft?

Damit der Impfstoff gerecht verteilt wird, bekommt jeder Landkreis ein festgesetztes Kontingent zugesprochen. Auf die Menge hat der Landkreis Rottal-Inn keinen Einfluss.

Impfung
Wer führt die Impfung durch?

Die Impfungen führt das Bayerische Rote Kreuz (BRK), Kreisverband Rottal-Inn durch. 

Wie läuft der Termin im Impfzentrum bzw. die Impfung ab?

Hier finden Sie Informationen zum Ablauf der Corona-Impfung inkl. Bildergalerie vom Impfzentrum.

Was muss man alles zum Impftermin mitbringen?

Zum Impftermin mitbringen sollten Sie unbedingt:

  • Ihren Personalausweis sowie
  • Ihren Impfpass/ Impfausweis, falls vorhanden.


Betroffene sollten auch wichtige Unterlagen wie Herzpass, Diabetikerausweis oder Medikamentenliste dabei haben. Menschen mit chronischen Erkrankungen erhalten ein ärztliches Zeugnis, das ebenfalls mitgebracht werden sollte. 

Sollten Sie den Impfbogen bereits zuhause ausgefüllt haben, müssen Sie diesen auch zum Impftermin mitbringen. 

Was hat es mit dem Impfbogen auf sich?

Jeder, der sich für eine Impfung registriert und einen Termin zugewiesen bekommen hat, muss einen Impfbogen, u. a. mit personenbezogenen Daten ausfüllen.

Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Vorab zuhause ausfüllen und zum Impftermin mitbringen
  • Vor Ort ausfüllen


Wenn Sie registriert sind und zur Terminbuchung eingeladen werden, werden Sie darauf hingewiesen, dass Sie entweder die Möglichkeit haben, den Impfbogen bereits ausgefüllt zum Impftermin mitzubringen oder Sie erhalten den Impfbogen vor Ort im Impfzentrum und können ihn im Wartebereich ausfüllen.

Wie läuft das mit der Zweitimpfung ab? Muss ich mich nochmal anmelden?

Noch im Impfzentrum erhalten Sie Ihren Termin für die zweite Impfung nach etwa drei Wochen, die für die Immunisierung gegen Covid-19 notwendig ist. Bei der zweiten Impfung handelt es sich zwingend um den gleichen Impfstoff wie bei der ersten. Sie müssen sich also nicht noch einmal extra für die zweite Impfung registrieren. 

Kann man wählen, welches Serum geimpft wird?

Nein, die Patienten können nicht auswählen, welchen Impfstoff sie verimpft bekommen. Das Landratsamt Rottal-Inn hat keinen Einfluss darauf, welchen Impfstoff das Impfzentrum im Landkreis zur Verfügung gestellt bekommt. Das entscheidet die Regierung in Abhängigkeit der Verfügbarkeit. Man darf aber versichert sein, dass alle auf dem Markt zugelassene Impfstoffe umfangreich geprüft und verlässlich sind.

Sollen Personen, die eine Corona-Infektion durchgemacht haben oder von COVID-19 genesen sind, geimpft werden?

Es ist davon auszugehen, dass Personen, die von einer SARS-CoV-2-Infektion genesen sind zumindest vorübergehend über einen gewissen Schutz vor einer Erkrankung verfügen. Aufgrund dieser anzunehmenden Immunität nach durchgemachter Infektion, zur Vermeidung überschießender Nebenwirkungen und in Anbetracht des bestehenden Impfstoffmangels sollten ehemals an COVID-19 erkrankte Personen nach Ansicht der STIKO unter Berücksichtigung der Priorisierung im Regelfall etwa 6 Monate nach Genesung geimpft werden.

Quelle: RKI
Stand: 29.01.2021

Was passiert, wenn ich meinen Impftermin nicht wahrnehmen kann?

Wenn Sie ihren Impftermin nicht wahrnehmen können, geben Sie bitte rechtzeitig telefonisch im Impfzentrum Bescheid. Es wird Ihnen ein neuer Termin zugeteilt.

Ist das Impfzentrum barrierefrei?

Ja, das Impfzentrum ist komplett barrierefrei. 

Auch das Gelände vor dem Impfzentrum - hier stehen zudem ausreichend Parkplätze zur Verfügung.

Impfstatus
Wie viele Personen sind in unserem Landkreis bereits geimpft?

Den aktuellen Impfstatus im Landkreis Rottal-Inn finden Sie hier.

Auf dieser Webseite finden Sie außerdem weitere interessante Corona-Statistiken für den Landkreis Rottal-Inn.

Wirksamkeit und Sicherheit
Wer ist für die Bewertung und Überwachung der Impfstoffe zuständig?

Für die Zulassung von Impfstoffen, d.h. die Bewertung der Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit sowie die Pharmakovigilanz (Arzneimittelsicherheit) nach der Zulassung ist in Deutschland das Paul-Ehrlich-Institut zuständig.

Die Ständige Impfkommission (STIKO, angesiedelt am Robert-Koch-Institut, RKI) erstellt auf der Grundlage der Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit der jeweiligen zugelassenen Impfstoffe die Impfempfehlungen, sodass Impfstoffe optimal eingesetzt werden können. Hierfür bezieht die STIKO die Bewertungen des Paul-Ehrlich-Instituts zur Sicherheit von Impfstoffen mit ein.

Quelle: RKI
Stand: 28.01.2021

Wie funktioniert der Impfstoff?

In folgendem Video wird erklärt, um welche Art Impfstoff es sich handelt und wie er funktioniert.

Quelle: Bundesregierung

Sonstiges
Gibt es in Deutschland eine Impfpflicht?

Nein, die Impfung gegen Covid-19 ist freiwillig - aber für Menschen in höherem Alter unbedingt empfehlenswert. Im neuen Infektionsschutzgesetz ist allerdings in Ausnahmefällen eine verpflichtende Impfung für „bedrohte Teile der Bevölkerung“ vorgesehen. Aber sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn haben betont, dass es keine Impfpflicht geben wird. Auch die Ständige Impfkommission, der Ethikrat und die Leopoldina lehnen eine Impfpflicht ab.

Gelten die Infektionsschutzmaßnahmen auch noch für bereits Geimpfte?

Ja. Denn auch, wenn man sich nach einer Impfung in der Regel nicht mehr selbst mit dieser Krankheit infizieren kann, gilt weiterhin, durch eigene Hygienemaßnahmen vor allem auch gefährdete Gruppen in der Bevölkerung zu schützen, die aus verschiedenen Gründen (noch) nicht selbst geimpft werden können.

Die Regelungen der aktuell geltenden Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (BayIfSMV) sehen keinerlei Ausnahmen für geimpfte Personen vor.

Was kostet die Corona-Impfung?

Die Impfung ist für jede Bürgerin und jeden Bürger kostenfrei.