FÜR DICH, FÜR MICH, FÜR ROTTAL-INN

Gemeinsam gegen Corona

„Liebe Bürgerinnen und Bürger,
der Landkreis Rottal-Inn, obgleich katastrophenerprobt, befindet sich in einer ernsten Situation. Die Corona Pandemie tobt weltweit, auch wir hier in Rottal-Inn sind in einer ganz massiven Weise betroffen. Es gibt nichts schönzureden: Die Lage ist dramatisch. Über 280 Todesopfer bislang, dutzende Menschen in den Krankenhäusern, die Beatmungsplätze belegt, Menschen müssen mit Hubschraubern und Krankenwägen in andere Teile Deutschlands transportiert werden.

Dieser Aufruf soll keine Panik machen. Aber wir können diese Situation nur bewältigen, wenn wir jetzt alle zusammenarbeiten. Im Kreistag des Landkreises hat sich ein breites, parteiübergreifendes Bündnis formiert, das jenseits aller politischen Differenzen gemeinsam diesen Aufruf unterstützt. So wie wir mit dieser gemeinsamen Kampagne über die Fraktionen hinweg zusammenarbeiten, so bitten wir auch Sie eindringlich, zusammenzustehen und sich Gedanken über die Situation zu machen: Überlegen Sie bitte, was sie selbst tun können, um die Inzidenzen zu senken und somit den Druck aus den Kliniken zu nehmen. Unsere Ärzte und unser Pflegepersonal brauchen jetzt unsere Solidarität.

Das Wichtigste: Lassen Sie sich impfen! Wenn Sie noch nicht geimpft sind, bislang Vorbehalte gegen die Impfung hatten – bitte informieren Sie sich bei Experten, z. B. Ärzten und geben Sie sich einen Ruck! Unsere Impfquote liegt bei knapp unter 57 Prozent - Eine höhere Impfquote ist und bleibt der einzige Weg, mittelfristig aus dieser Krise zu kommen. Wenn Sie bereits geimpft sind, nutzen Sie die Möglichkeit der Auffrischungsimpfung, um den maximal möglichen Schutz gegen das Virus zu bekommen. Damit schützen Sie sich selbst und andere.
Aber wir müssen auch kurzfristig die Ansteckungsrate drosseln. Das gesellschaftliche und wirtschaftliche Treiben ist eingeschränkt, das soziale Leben ist auf Abstand. Aus dieser Situation kommen wir nur heraus, wenn wir – bei all der „Spaltung“, von der ständig gesprochen wird und die sich bis in die Familien hineinzieht – jetzt alle zusammenhalten. Lassen Sie sich regelmäßig freiwillig schnelltesten! Handeln Sie verantwortungsbewusst, wenn der Verdacht auf eine Infektion besteht! Vermeiden Sie im Privaten alle unnötigen Kontakte! Wir alle wissen, wie schwer das nach der langen Zeit, den Lockdowns und den vielen Beschränkungen ist. 

Aber nur so haben wir die Chance, irgendwann in absehbarer Zeit wieder normal leben zu können. Bitte verhalten Sie sich vernünftig und helfen Sie dabei mit die Pandemie in den Griff zu bekommen. Wir schaffen es nur gemeinsam aus dieser Krise!

Michael Fahmüller
Landrat des Landkreises Rottal-Inn
Edeltraud Plattner
stellv. Landrätin
Kurt Vallée
stellv. Landrat
Werner Schießl
stellv. Landrat und Fraktionsvorsitzender der FW

Matthäus Mandl
Fraktionsvorsitzender der CSU und
Bürgermeister Gangkofen
Alfred Feldmeier
Fraktionsvorsitzender der SPD
Günther Reiser
Fraktionsvorsitzender der Grünen
Marion Biermeier
Fraktionsvorsitzende der UWG
Oliver Niebler
Kreisrat für die FDP
Dr. Thomas Pröckl
Bezirkstagsvizepräsident und Kreisrat
Mia Goller
Bezirks- und Kreisrätin
Martin Wagle
Mitglied des Bay. Landtags

Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Städte, Märkte und Gemeinden:


Christoph Brunner
Arnstorf
Dagmar Feicht
Bad Birnbach
Günter Baumgartner
Bayerbach
Stefan Hanner
Dietersburg
Martin Biber
Eggenfelden
Hermann Etzel
Egglham
Johann Wagmann
Ering
Anna Nagl
Falkenberg
Johann Gaßlbauer
Geratskirchen
Karin Kienböck-Stöger
Hebertsfelden
Max Maier
Johanniskirchen
Johann Spinger
Kirchdorf am Inn

Franz Josef Weber
Malgersdorf
Christian Thiel
Massing
Christian Müllinger
Mitterskirchen
Wolfgang Beißmann
Pfarrkirchen
Stefan Weindl
Postmünster
Alois Alfranseder
Reut
Otto Fisch
Rimbach
Ludwig Eder
Roßbach
Klaus Schmid
Simbach am Inn
Wolfgang Schmid
Tann
Bernhard Blümelhuber
Unterdietfurt
Christine Moser
Wittibreut
Georg Thurmeier
Wurmannsquick
Werner Lechl
Zeilarn

Corona den Kampf angesagt

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Musik: Kodaline - High Hopes

Im Gespräch mit Manuela Kroneck

Frau Kroneck, Sie haben sehr viel mit dem Thema Corona zu tun – beruflich wie leider auch privat. Mögen Sie das kurz ausführen?

Im März 2020 hat sich meine Mama mit Corona angesteckt. Ihr Zustand verschlechterte sich plötzlich rapide, sie musste auf die Intensivstation. Dort wurde sie in ein künstliches Koma gelegt, um beatmet werden zu können. Sie wurde lange Zeit beatmet und man konnte sie nicht stabilisieren. Währenddessen riss zusätzlich noch ihre Darmwand, diese musste in zwei aufwändigen Not-OPs mit einem künstlichen Darmausgang geflickt werden. Die Ärzte hatten uns geraten, dass wir uns nicht allzu große Hoffnungen machen sollten, dass meine Mutter überlebt. Aber meine Mama hat gekämpft wie eine Löwin, sie hat sich zurück ins Leben gekämpft. Es ging langsam bergauf. Wir versuchten alles Menschenmögliche, dass jeden Tag jemand bei ihr sein konnte, als sie auf Reha kam und wir sie endlich nach vier langen Monaten wiedersehen konnten. Durch die lange Zeit auf Intensiv musste meine Mama all ihre Muskeln wiederaufbauen und alles kostete sie sehr viel kraft. Aber sie hat nach wie vor gekämpft und wollte zurück nach Hause und ihr Leben vor Corona zurück.
Ende August verschlechterte sich ihr Zustand wieder rapide. Nach all den Kämpfen, die sie gegen das Virus geführt hat, kamen die Folgen, die Corona anrichten kann, in Form eines multiplen Organversagens zurück.
Am 23. September 2020 ist meine Mama mit nur 64 Jahren an den Folgen von Corona auf der Palliativ Station dann für immer eingeschlafen.

 

Sie arbeiten ja in der Kontaktermittlung – wie kam es dazu und wie sieht da Ihr Arbeitsalltag aus?

Als das mit meiner Mama passiert ist, habe ich ihr versprochen, alles zu tun, um gegen die Pandemie zu kämpfen. Daraufhin bin ich auf die Stelle in der Kontaktermittlung im Landratsamt Rottal Inn aufmerksam geworden.
Dort weiß ich, dass ich aktiv dazu beitragen kann die Pandemie einzudämmen und hoffentlich bald zu besiegen. Mein persönliches Anliegen sind die Patienten in den Krankenhäusern und deren Angehörige. Ich telefoniere unter anderem mit den Rottal-Inn Kliniken, der Intensivstation und den Angehörigen, berechne die Quarantäne und habe ein offenes Ohr für alle Fragen.

Wenn Sie an Ihre Arbeit denken – was ärgert Sie, was freut Sie?

Ich bin sehr froh darüber, in einem so tollen Team zu arbeiten, in dem zusammengehalten wird, auch wenn es mal aussichtslos scheint, das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen.
Am meisten ärgert mich die Unvernunft mancher Menschen, die Corona immer noch belächeln und nicht ernst nehmen.

 

Sie haben sich für die Impfkampagne zur Verfügung gestellt.

Warum, was waren Ihre Beweggründe?

Ich möchte, dass niemand dieses Leid erfahren muss, das mir, meiner Familie und vor allem meiner Mama widerfahren ist. Einige Ärzte haben uns gesagt, hätte es die Impfung damals schon gegeben, würde meine Mutter heute noch leben.

 

Gibt es noch irgendetwas, das Sie den Menschen – insbesondere denen, die noch zögern, sich impfen zu lassen – mit auf den Weg geben möchten?

Ich möchte den Menschen, die Angst haben vor der Impfung, nur raten: Erkundigen Sie sich bei Ihrem Hausarzt oder bei Fachärzten, lassen sie sich über die Impfung beraten und lassen Sie sich aufklären, welche Folgen Corona für Sie und Ihre Liebsten haben könnte. Schützen Sie sich und alle Menschen, die Sie lieben, um nicht das durchzumachen, was ich und meine Familie leider erleben mussten.

 

"Impfen ist Schutz für uns alle"

BRK-Kreisgeschäftsführer Herbert Wiedemann richtet einen eindringlichen Impfappell an die Bevölkerung

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Nachgefragt!

Der Leiter des Gesundheitsamts Rottal-Inn, Claus Fischer, steht Rede und Antwort zu interessanten Themen rund um Corona und die Impfung.

Sind die Impfstoffe von BioNTech und Moderna gleichwertig?

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