09.04.2021 / Impfung

Impfzentrum Rottal-Inn informiert: Große Lieferungen/ Starker Schub

Bis zu 700 Impfungen pro Tag

 

Richtig viel los ist diese Woche im Impfzentrum Rottal-Inn (Rottgauhalle Gern) und solche steigenden Zahlen sind bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie erfreulich! Nähere Informationen hat die Leitung des Impfzentrums parat und bringt dazu im Hinblick auf den möglichst reibungslosen Ablauf auch noch einige Bitten an.

Bevor Leiter Thomas Blüml gute Nachrichten loswerden kann, muss er erst zum Telefon greifen, denn in den Impfkabinen drei und vier wird bald „Biontech-Nachschub“ gebraucht – und seine Stellvertreterin Eva Arbinger muss sich gerade darum kümmern, dass für die Impfkabinen fünf und sechs weitere Spritzen mit dem Wirkstoff von Astrazeneca vorbereitet werden. Es muss auch so zügig wie möglich weitergehen, denn die Wartebereiche sind gut belegt; dennoch ist beim Aufziehen der Spritzen höchste Sorgfalt nötig, denn schließlich geht es um exakte Mengen. Für das reibungslose Weiterlaufen des Impfbetriebs ist inzwischen nach dem Abgleichen der im Computer erfassten Bestände mit den im System hinterlegten Anmeldungen gesorgt. Nun zu den Zahlen.

Diese Woche (Mo., 05. bis So., 11.04.2021) sind 3.752 Impfungen gelistet – nach 380 am Mittwoch konnten am Donnerstag sogar schon fast 700 Dosen verimpft werden. „Seit Donnerstag haben wir fast volles Haus – diese große Lieferung bringt uns wieder ein entscheidendes Stück voran und es geht mit Prioritätsgruppe zwei weiter“, freut sich Leiter Thomas Blüml. Deshalb habe man den Arbeitsbereich von sechs auf acht Impfkabinen erweitert und auch das Personal einschließlich Ärztinnen und Ärzte auf bis zu 50 haupt- und ehrenamtlich Beschäftige aufgestockt, um für den Ansturm gerüstet zu sein – mindestens 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien täglich für die Bevölkerung im Einsatz.

„Unser Impfzentrum nutzt seine Kapazität voll aus und das Team zeigt, was es kann. Alle Impfdosen sind hier an der richtigen Stelle, und was mich besonders freut, ist, dass es damit auf der langen Warteliste schneller vorangeht. Natürlich hoffen wir, dass wir auch weiterhin mit ausreichend Impfstoff versorgt werden, damit wir dieses hohe Niveau halten können und bei den Impfungen zügig vorankommen“, so Landrat Michael Fahmüller.

Wegen eventuell auftretender Wartezeiten bittet Blüml um Verständnis, denn an der einen oder anderen Stelle könne es eben doch mal stocken. „Da ist es nun besonders wichtig, dass die Abläufe auch wie geplant und gut vorbereitet vonstatten gehen“, fügt stellv. Leiterin Eva Arbinger hinzu. Deshalb hat sie wesentliche Bitten des Impfteams zusammengestellt: Die Impfberechtigten werden gebeten, erst fünf Minuten vor ihrem Termin da zu sein, weil sie erst dann eingelassen werden können (bis dahin ggf. bitte noch im Auto warten); Ehepartner mit Terminen nacheinander können schon zusammen kommen. Begleitpersonen sollten nur mitkommen, wenn es unbedingt nötig ist, damit der Wartebereich nicht überfüllt wird.

Die vielen ehrenamtlichen Telefonistinnen haben laut Eva Arbinger nach wie vor mehr als gut zu tun und sind täglich bis 19:00 Uhr im Einsatz: 70% der Anrufe betreffen Fragen zur weiteren Verwendung des Impfstoffs von Astrazeneca, aber dazu lässt sich gar nichts neues sagen. Die deutsche Ständige Impfkommission hält im Gegensatz zur EU-Arzneimittelbehörde an ihrer Einschätzung der Anwendung nur für über 60-jährige fest. Derzeit werden vom Impfzentrum die damit geimpften unter 60-jährigen eruiert und benachrichtigt – eine Entscheidung bezüglich der zweiten Impfung will die Stiko im April fällen. Arbinger: „Wir benachrichtigen jeden, also bitte deswegen nicht mehr anrufen, denn sonst stehen bei uns die Telefone schon deshalb nicht still.“

Weitere Anrufe im Impfzentrum betreffen Registrierungen und Anmeldungen, Priorisierung, Astrazeneca, Online-Anmeldung und auch die Verschiebung des zweiten Impftermins. „Termin gerne, aber nicht Astrazeneca“, das komme schon noch vor, berichtet Eva Arbinger – und teilt hier dazu mit, dass es nach wie vor keine Wahlmöglichkeit gebe. Zur Verschiebung des zweiten Impftermins erklärt sie, dies wäre nur mit entsprechender Begründung wie Chemo-Therapie, Operation oder ähnlich wichtigen Maßnahmen möglich – nicht aber wegen einer Familienfeier oder einem anderen Fest. „Schließlich ist jede Impfdosis genau auf Abstand eingeplant“, betont Arbinger.

 

Leiter Thomas Blüml und seine Stellvertreterin Eva Arbinger empfehlen allen, die sich noch nicht zur Impfung angemeldet haben, das online unter www.impfzentrum.bayern/citizen/ zu machen.

Zum Schluss noch im Namen aller Beschäftigten: „Es hat uns so sehr gefreut, dass die Impfberechtigten sich so dankbarbar gezeigt haben, weil wir über die Osterfeiertage für sie da waren!“

 

 


Bild: Beim Aufziehen der Spritzen – sechs Dosen pro Biontech- und zehn pro Astrazeneca-Fläschchen – ist höchste Sorgfalt nötig, denn es geht ja um exakte Mengen für jeden „Pieks“.