16.04.2021 / Impfung

Impfzentrum Rottal-Inn informiert: Über 25.000 Impfdosen verabreicht

Dank guter Belieferung in den letzten Wochen war das Impfzentrum Rottal-Inn (Rottgauhalle Gern) gut ausgelastet: Inzwischen konnte die Schwelle von 25.000 verabreichten Impfdosen überschritten werden – für Leiter Thomas Blüml und seine Stellvertreterin Eva Arbinger sowie das ganze Team des Impfzentrums „durchaus ein Meilenstein in der Bekämpfung der Covid19-Virusinfektion“.

Diese Woche (Mo., 12. bis So., 18.04.2021) sind 3.720 Impfungen aufgelistet. Insgesamt werden dann 27.177 verabreichte Impfdosen zu Buche stehen, davon 6.632 Zweitimpfungen. „Diese Zahlen geben Anlass zur berechtigten Hoffnung, weiter Schritt um Schritt - derzeit im Übergang Priorisierung zwei zu drei - für die Menschen etwas voranbringen zu können,“, erklärt Thomas Blüml.

Die Prioritätsgruppen richten sich, wie bekannt, ja nach verschiedenen Kriterien, neben dem Alter spielen auch der Beruf und evtl. Vorerkrankungen eine Rolle. Dennoch hat das Landratsamt eine Auswertung nach Altersgruppen vorgenommen: In der Gruppe der über 80-Jährigen wurden bereits knapp 5900 Personen geimpft, in der Gruppe 70 bis 80 sind es auch schon fast 5300. Es folgen die Altersgruppen der 60 bis 70-Jährigen und der 50-60-Jährigen mit jeweils weit über 2000 Impfungen (Zahlen beziehen sich jeweils auf Erstimpfungen). „Das ist eine sehr stolze Leistung unter den gegebenen Umständen“, sagt Landrat Michael Fahmüller. „Natürlich würden wir alle uns wünschen, dass noch viel schneller viel mehr Menschen geimpft werden könnten. Aber in unserem Impfzentrum werden wirklich Höchstleistungen vollbracht, um den Impfstoff, den wir zur Verfügung haben, so schnell wie möglich an die Frau und an den Mann zu bringen.“

„25.000“ überschritten: An dieser Stelle sagen Thomas Blüml und Eva Arbinger allen seit dem 27. Dez. 2020 am Impfen der Bevölkerung Beteiligten herzlichen Dank: dem ganzen Team für tatkräftige Mitarbeit zusätzlich zur beruflichen Belastung und an freien Tagen, dem Landkreis bzw. Landrat Michael Fahmüller (bes. für die zusätzliche Impfstofflieferung) und den Beschäftigen der zuständigen Abteilungen für die stete Unterstützung, den Ärztinnen/Ärzten und Koordinatorin Dr. Ute Neidlinger für vertrauensvolle Zusammenarbeit und die anfangs oft nötige flexible Einsatzbereitschaft, den ehrenamtlichen Helferinnen/Helfern aus BRK-Bereitschaften, Wasserwachten und Kriseninterventionsdienst für die vielen erforderlichen Telefondienste – sowie dem Sicherheitsdienst, der Polizei Eggenfelden, dem Hausmeister und den Reinigungskräften.

„Es funktioniert nur, weil so viele Hände zusammenarbeiten – und bislang hat noch keine Hand beim gemeinsamen Einsatz für die Bevölkerung ausgelassen“, unterstreicht das Leitungsduo. „Dank gilt auch denen, die zum Impfen kommen, dass sie unsere Arbeit anerkennend schätzen“ fügt Blüml hinzu.

Anmeldungen erfolgen inzwischen überwiegend online über www.impfzentrum.bayern/citizen/. Nach Freischaltung/„Einladung“ zur Impfung kann sich im Rahmen der Terminbuchung jeder seinen Impfbogen und den Aufklärungsbogen ausdrucken; auf dem Impfblatt stehen auch der Impfstoff, Comirnaty (BioN-Tech/Pfizer) oder Astrazeneca, und beide Termine im Abstand von sechs bzw. 12 Wochen.

 


Den Ablauf im Impfzentrum skizziert stellv. Leiterin Eva Arbinger: durch den Sicherheitsdienst Abgleich persönlicher Daten (Personalausweis) für Zugangsberechtigung plus Messen der Temperatur („erhöht“: kein Zutritt); beim Check-in Vorlegen von Impfbogen, Aufklärungsblatt und Impfpass; Weiterleitung über Wartebereich; Zuweisung des Arztzimmers (Impfkabine); durch den Arzt individuelle Aufklärung im Anamnesegespräch bez. Allergien, Vorerkrankungen und Medikamentenplan (Nachweise u. Plan mitbringen), letzte Impfungen (länger als zwei Wochen her ?), Covid19-Erkrankung (in den letzten sechs Monaten ?), anschl. Impfung durch Arzt bzw. med. Fachkraft (unter ärztl. Aufsicht); Dokumentation des Vorgangs.

Weiter geht es über die Nachbeobachtung im Ruhebereich (ca. 15 Min.) zum Check-out, wo nochmals das Wohlbefinden nachgefragt und die zweite Terminvereinbarung kontrolliert wird. „Jeder muss sich abmelden“, betont Eva Arbinger, sonst erfordere die Systematik wieder aufwändiges Nachtelefonieren. Wenn alles gut läuft, setzt sie etwa 30 bis 45 Min. für einen kompletten Vorgang an. „Was beeinflussbar ist, das haben wir im Griff, aber IT-Programmprobleme und bestehende Regelungen können wir nicht beeinflussen“, erklärt die stellv. Leiterin.

Damit alles möglichst reibungslos abläuft, bittet das Leitungsduo des Impfzentrums mit Blick auf täglich bis zu 700 Impfungen, diese Hinweise zu beachten: Wichtig bleibt, höchstens 5 Min. vor dem Termin da zu sein, um „Staubildung“ zu vermeiden. Wer keine oder nicht alle Unterlagen dabei hat, verlängert damit die Gesamtdauer, was als Verschiebung für nachfolgende Impfberechtige wirken kann. Angesichts des Übergangs zu Priorisierung 3 sollten alle, die länger angemeldet sind, ihre Angaben überprüfen und aktualisieren, denn Änderungen können sich auf die Priorisierung auswirken – aber nach Freischaltung und bei Terminbuchung keine Änderung mehr vornehmen! Die Registrierung sollte jeder auf einen Datensatz beschränken, um Verwirrung im System zu vermeiden, „denn keiner geht unter“ – bei erfolgter Terminvergabe (ob Impfzentrum oder Hausarzt) andere Anmeldungen bitte löschen bzw. telefonisch streichen lassen.

Weiter wesentlich: „Erste Impfung im Impfzentrum heißt auch zweite Impfung im Impfzentrum“, macht Leiter Thomas Blüml klar – sonst würden ja die Bestände sowie die Angaben zur Verteilung nicht mehr stimmen; sowohl für das Impfzentrum als auch für Hausärzte beinhalte die Zuteilung jeweils Erst- und Zweitimpfung. Und: Wer von seinem Arzt ein Attest hat, dass ihm „Astrazeneca“ nicht verabreicht werden darf, sollte dies auch dem Impfzentrum vor seinem Termin mitteilen, denn jede Dosis ist ja zugeordnet und nun muss eine freie von BioN-Tech da sein. Der zweite Impftermin kann übrigens nur mit entsprechender Begründung wie Chemo-Therapie, Operation oder ähnlich wichtigen Ereignissen verschoben werden (siehe direkte Zuordnung der Impfdosen und Planung der Abstände) – also bitte auch den zweiten Termin schon bei der Anmeldung überprüfen, ob er einhalten ist. Blüml: „Jede Verschiebung bedeutet einen Rattenschwanz von Änderungen bis in die Lieferketten, an denen alles hängt“.

Leiter Thomas Blüml erklärt noch, dass die erste Impfung der Anfang sei; denn nach derzeitiger Kenntnis gebe es erst etwa sieben Tage nach der zweiten Impfung den Vollschutz und erst dann sei die Impfmaßnahme beendet. Deshalb gibt er hier allen Geimpften mit auf den Weg: „Passen Sie zwischen der ersten und zweiten Impfung sowie die weitere Woche gut auf, beachten Sie die AHA-Regeln auch nach der zweiten Impfung“. Wer zwischendrin positiv auf Corona getestet werde, für den greife nämlich dieses Ausschlusskriterium der Ständigen Impfkommission.

In der Diskussion ist derzeit die weitere Verwendung des Impfstoffes AstraZeneca. Das Impfzentrum muss sich strikt an die Vorgaben durch das Gesundheitsministerium halten. Sobald konkrete Regelungen vor Ort sind, informiert das Impfzentrum die Betroffenen über die weiteren Möglichkeiten.

 


Statistik Impfzentrum Landkreis Rottal-Inn: Erstimpfung 

Statistik Impfzentrum Landkreis Rottal-Inn: Zweitimpfung 


Bild: Die Marke von 25.000 Schutzimpfungen gegen die Virusinfektion Covid-19 ist überschritten, das zeigen die Beschäftigten des Impfzentrums Rottal-Inn hier in Zahlenformen aufgestellt mit den verbindenden Bändern und symbolisieren damit gleichzeitig die sehr gute Zusammenarbeit – „denn nur gemeinsam funktioniert es!“