03.09.2026 / Unternehmensbesuch

Auf die richtige Trennung kommt es an: Landrat besucht Kirn Entsorgungs GmbH

Müll ist nicht gleich Müll: Das ist bei einem kürzlich stattgefundenen Unternehmensbesuch von Landrat Martin Koppmann bei der Kirn Entsorgungs GmbH in Hebertsfelden deutlich geworden.

Die Mülltrennung werde immer genauer, erläuterte Firmenchef Markus Kirn beim Gang über das Gelände. Als Beispiel nannte er Folien, denn allein hier würden etwa zehn verschiedene Sorten getrennt. Die Firma verfügt zudem über eine zertifizierte Aktenvernichtung, bei der rund 30 Tonnen Papier im Monat vernichtet werden, berichtete Kirn.

Einen großen Teil des Geschäfts der Kirn Entsorgungs GmbH machen die blaue und die gelbe Tonne aus. Für die Papiertonne ist der Abfallwirtschaftsverband Isar-Inn (AWV) verantwortlich. In dessen Auftrag kümmert sich die Hebertsfeldener Firma um Abholung und Umschlag. Die gelbe Tonne läuft über die ARGE Lachner/Kirn, also ohne Beteiligung des AWV. Insgesamt ist die Kirn Entsorgungs GmbH für die Entleerung von rund 30.000 Behältern im Landkreis zuständig und führt den Tonnentausch in Rottal-Inn und im Landkreis Dingolfing-Landau durch. Im Verbandsgebiet werden so durchschnittlich etwa 6000 Tonnen Leichtverpackungen pro Jahr entsorgt.

Deutschland sei beim Entsorgungssystem weltweit ein Vorreiter, sagte Kirn beim Besuch des Landrats. Das funktioniere allerdings nur, wenn die Regeln zur Mülltrennung auch beachtet würden. Ein Problem seien derzeit elektrische Einwegzigaretten, sogenannte Vapes. Diese müssten eigentlich über den Elektroschrott entsorgt werden, würden von vielen Nutzern jedoch im Hausmüll entsorgt. Bei der späteren Pressung könnten die darin verbauten Batterien Brände verursachen, erklärte Markus Kirn.

Landrat Martin Koppmann zeigte sich beeindruckt davon, wie modern die Mülltrennung mittlerweile funktioniert. Zugleich betonte er, dass bürokratische Hürden für Unternehmen weiter abgebaut werden müssten. Markus Kirn hatte die Bürokratie zuvor als ein wiederkehrendes Problem für seinen Betrieb bezeichnet. Der Firmenchef zeigte sich deshalb dankbar, dass sich der Landrat für Entbürokratisierung einsetzen wolle.

 

 

Auf dem Bild: Beim Besuch der Kirn Entsorgungs GmbH: (von links) Bürgermeisterin Karin Kienböck-Stöger, Landrat Martin Koppmann, Markus Kirn, Martin Siebenmorgen (Wirtschaftsförderung), Renate Kirn und Martina Kirn sowie die Kinder Franziska und Johannes.