Das Europareservat Unterer Inn

Das Europareservat Unterer Inn erstreckt sich grenzüberschreitend 55 Flusskilometer von der Salzachmündung bei der Ortschaft Haiming, flussabwärts bis zur Mündung der Rott bei Neuhaus/ Schärding. Es besteht aus Wasserflächen, Schlickbänken und Inseln in einer Größe von etwa 5500 ha.

Projekt GSU Unterer Inn

Interreg-Projekt: Grenzüberschreitende Steuerungs- und Umweltbildungseinrichtung für die Schutzgebiete am Unteren Inn

Interreg, oder wie es offiziell heißt, die "europäische territoriale Zusammenarbeit", ist Teil der Struktur- und Investitionspolitik der Europäischen Union.

Seit mehr als 20 Jahren werden damit grenzüberschreitende Kooperationen zwischen Regionen und Städten unterstützt, die das tägliche Leben beeinflussen, zum Beispiel im Verkehr, beim Arbeitsmarkt und im Umweltschutz.

Projektinhalte

Es geht voran im Europareservat Unterer Inn. Mit Hochdruck wird an der Vorbereitung des etwa 2 Millionen Euro teuren Projektes gearbeitet. Mit Hilfe von Mitteln aus Interreg-Programm Österreich-Bayern 2014-2020 (EU-Förderprogramm zur Unterstützung grenzüberschreitender Kooperationen) soll diese einzigartige Region im südlichen Landkreis für Besucher noch attraktiver und erlebbarer gemacht werden.

Wichtiger Baustein des Projektes ist der Aufbau eines grenzüberschreitenden Managements für die Schutzgebiete am Unteren Inn. Das Projekt soll dabei den Rahmen für eine intensivere Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Naturschutzes schaffen. Auch im Bereich der Umweltbildung soll die Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg intensiviert werden.

Hierfür soll am Standort Ering-Frauenstein eine grenzüberschreitende Steuerungs- und Umweltbildungseinrichtung (GSU) mit drei Standorten entstehen: Das derzeitige Infozentrum in Ering wird erneuert und ist weiterhin Anlaufstelle für Besucher. Es fungiert als Hauptgebäude mit Sitz des ganzjährigen Managements, einem Workshop-Raum für Umweltbildungsmaßnahmen und informiert zu den Besonderheiten im Europareservat Unterer Inn.  Das Schloss Frauenstein erhält eine neue Ausstellung im 3. Stock und bietet Aussichtspunkte auf die Vogelwelt im Stausee. Zusätzlich werden sich sechs Naturbeobachtungsstationen (NBS), jeweils drei in Deutschland und drei in Österreich, Themen wie „Vogelbeobachtung“, „Altwasser-Brenne-Auwald“, „Flussdynamik-Umgehungsgerinne-Wasservögel“, „Vogelkinderstube“, „Totholz“ und „Altwasser“ widmen.

Aushang Projektbeschreibung 

Europareservat Unterer Inn

Naturerlebnis

Die Natur erleben, wie sie wirklich ist – besonders farbenfroh und prachtvoll zeigt sie sich im Europareservat Unterer Inn, gelegen zwischen Salzachmündung bei Haiming und Rottmündung bei Schärding.

Entlang des Inns gedeiht hier eine üppige Vegetation: Schlickbänke, ausgedehnte Schilfufer, mit Weiden bewachsene Inseln und unberührte Auwälder. Vor allem heimische Pflanzen wie die gewöhnliche Wolfsmilch, der blaue Wiesen-Salbei oder die elegante Königskerze, aber auch seltene Orchideenarten finden hier den geeigneten Lebensraum.

Rund 300 Vogelarten nutzen das Feuchtgebiet rund um den Inn als Brutstätte und Rastplatz. Neben der Einzigartigkeit und Abgeschiedenheit des gesamten Feuchtgebietes ist es vor allem das umfangreiche Nahrungsangebot, das die Vögel anzieht. Besonders im Frühjahr und im Herbst, zu den Zeiten der Vogelzüge, kann man viele Exemplare bewundern. Im Sommer ist das Europareservat Heimat von rund 800 Schmetterlingsarten. Aber auch andere Tiere, wie Fledermäuse, Biber oder Frösche finden in den abwechslungsreichen Lebensräumen am Unterer Inn optimale Bedingungen.

Und auch der Mensch kann hier in die Natur eintauchen und die Seele baumeln lassen. Mit seinen Wanderwegen und Naturlehrpfaden bietet das Europareservat unzählige Ausflugsmöglichkeiten. Radwege führen rund um die Stauseen, meist entlang der Dämme auf bayerischer und österreichischer Seite. Geführte Wanderungen oder Vogelexkursionen bietet das Infozentrum Ering. Hier findet der Besucher auch ein breites Sortiment an Fachliteratur, Rad- und Wanderkarten sowie kostenlose Naturbroschüren.

 Broschüre Natur am Unteren Inn

Infozentrum in Ering

Anlaufstelle für Besucher ist das Infozentrum in Ering (Innwerkstraße 15, 94140 Ering) direkt am Inntalradweg, wo auch die Gebietsbetreuerin Andrea Bruckmeier als fachkundige Ansprechpartnerin zur Verfügung steht.

Das Infozentrum in Ering hat dieses Jahr (2018) wie gewohnt von April bis Oktober geöffnet und bietet auch weiterhin jeden Sonntag um 10:00 Uhr Führungen zu monatlich unterschiedlichen Themen durch das Europareservat an.

Hier finden Sie das aktuelle Programm: Link zum aktuellen Programm der Gebietsbetreuung

Hier geht es zur Homepage des Infozentrums

Der Baubeginn für die Umgestaltung des Infozentrums ist dann ab Ende 2018 vorgesehen. Ab 2020 wird am Infozentrum eine neue Dauerausstellung zu den Schutzgebieten zu finden sein.

Schutzgebietsmanagement

Das Gebiet am Unteren Inn in Bayern und Oberösterreich umfasst insgesamt acht Schutzgebiete unterschiedlicher Kategorien. 1976 wurde die Gesamtkette der vier Stauräume von der Salzachmündung bis zur Staustufe Neuhaus/Schärding in die Ramsar-Konvention (Sicherung der weltweit wichtigsten Feuchtgebiete) aufgenommen. Das gesamte Ramsar-Gebiet umfasst auf bayerischer und österreichischer Seite ca. 5.500 ha Wasserfläche, Inseln und Auenwald. 1979 erhielt das Gebiet vom Rat für Vogelschutz den Titel „Europareservat“ – den das Gebiet heute noch als Bezeichnung trägt.

Bereits 1972 wies man ein erstes Naturschutzgebiet „Unterer Inn“ aus. 1992 folgte die Ausweisung des Naturschutzgebiets „Vogelfreistätte Salzachmündung“. Hinzu kommen auf bayerischer Seite ein Europäisches Vogelschutzgebiet (Special Protected Area) zwischen der Inn-Salzach-Mündung und Obernberg und das FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie für die wichtigsten Lebensräume, Pflanzen- und Tierarten Europas) Salzach und Unterer Inn.

In Oberösterreich differenziert man zwischen dem Naturschutzgebiet Unterer Inn und dem Europaschutzgebiet (FFH- bzw. Vogelschutz- Gebiet) „Unterer Inn“, die vorwiegend den Inn und die angrenzenden Verlandungsbereiche umfassen sowie dem FFH- (NATURA 2000)-Gebiet „Auwälder am Unteren Inn“. Als Teil des europaweiten Verbundsystems NATURA 2000 sollen entlang des Unteren Inns gefährdete Lebensräume und Arten langfristig erhalten werden.

Im Rahmen des Interreg-Projektes „GSU Unterer Inn“ soll eine Kooperationsvereinbarung erarbeitet werden, die die Basis für eine langfristige, grenzübergreifende Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Naturschutzes schafft.

Ziel der Zusammenarbeit ist ein regelmäßiger Informationsaustausch und die Abstimmung des Gebietsmanagements in grenzübergreifend relevanten Fragestellungen rund um die Schutzgebiete am Unteren Inn. Auch die Durchführung gemeinsamer Forschungen, Aktivitäten und Maßnahmen werden hierdurch angestrebt. Durch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit soll die umfassende Betreuung der Schutzgebiete am Unteren Inn langfristig sichergestellt werden.

Projektpartner

Landkreis Rottal-Inn (Lead Partner)

Naturschutzfachliches Projektmanagement GSU Unterer Inn

Martin Siebenmorgen
Landratsamt Rottal-Inn
Ringstraße 4-7
84347 Pfarrkirchen
Tel.: +49 (0)8561 20-132
E-Mail: martin.siebenmorgen@rottal-inn.de

 

Gemeinde Mining (Projektpartner)

Gemeindeamt Gemeinde Mining

Hofmark 19

4962 Mining

 

mit fachlicher Unterstützung von

 

Infozentrum Ering zum Europareservat Unterer Inn

Gebietsbetreuerin Andrea Bruckmeier

(gefördert vom Bayerischen Naturschutzfonds)

Innwerkstraße 15

94140 Ering

Tel.: +49 8573 1360

E-Mail: infozentrum.ering@t-online.de

www.europareservat.de

 

Landschaftspflegeverband Rottal-Inn

LANDSCHAFTSPFLEGE- VERBAND Rottal-Inn e.V.

Pfarrkirchener Straße 97

84307 Eggenfelden

Tel.: +49 (0)8721 / 5089356

Email: lpv@rottal-inn.de

lpv.rottal-inn.de

Übersichtskarte

Bautagebuch GSU Unterer Inn

Impressionen

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