Volksmusik und Brauchtumspflege

Der Fachbereich unterstützt die Bemühungen um die Volksmusik, das Volkslied, den Volkstanz, die Volkstracht, die Bräuche und die Mundart. Ziel ist es, das überlieferte bodenständige Kulturgut in der ganzen Vielfältigkeit lebendig zu erhalten.

 

Die Volksmusik- und Brauchtumspflege ist eine Beratungsstelle für alle

  • Eltern und Familien
  • Kinder und Jugendliche
  • Musikanten und Sänger
  • Musikerzieher und -Gruppenleiter
  • Vereine und Veranstalter
  • volkskundlich Interessierte

Kirchweih im Rottal

A guata Kirta

dauert Sunda, Moda und Irta (Dienstag)

und ko si a no schicka:

a bis zum Micka (Mittwoch).

 

Der Schwerpunkt, um welchen das ganze niederbayerische Brauchtumsjahr ging, war früher das Fest der Kirchweihe. Nicht immer fand das Zachäusfest, wie man den Kirta auch nannte, am dritten Sonntag im Oktober statt. Jedes Dorf, wo ein Kirchlein stand, hatte an einem bestimmten Tag seine Kirchweihfeier. Ein Jahrmarkt, ein feierliches Mahl, Tanz und Volksbelustigungen waren damit verbunden. So nahm der Kirta gleich mehrere Tage in Anspruch. Die landwirtschaftlichen Arbeiten waren dadurch oftmals sehr beeinträchtigt. Aus diesem Grund hat man im Jahre 1868 die örtliche Kirchweihfeier abgeschafft und als gemeinsamen Zeitpunkt den 3. Sonntag im Oktober bestimmt.

Der Sonntag war mit reichlich Mahlzeiten ausgefüllt. Kirtanudeln wurden in Schmalz gebacken und gab es in Mengen. Als Vorspeise wurden Leberknödel in heißem Fett herausgebacken und aufgetischt. Die knusprig gebratene Kirtagans oder eine Kirtaente durften natürlich nicht fehlen und zur Nachspeise gab es Öpfiradl, Zwetschenbavesn, Ochsengurgeln und Semmischnittl. Am Kirchweihmontag wurde vor allem getanzt und tüchtig gezecht. Daheim oder beim Wirt spielte eine zünftige Rottaler Blechmusi zum Tanz auf. Auf der Tenne[1] oder in der Hofeinfahrt der Bauernhöfe war die Kirtahutsch´n am Gebälk der Scheune angebracht. An Seilen oder Ketten hing eine lange Leiter herunter und darüber wurde ein Brett gelegt. Die Dorfjugend hutschte zu den Klängen der Musik bis zum Abendgebetläuten. Die Dienstboten erhielten ein Kirchweihpackerl voll mit Gebackenem und einen Kirchweihgulden vom Bauern. Am Dienstag und Mittwoch klang dann das Kirtafest allmählich aus.

 

Q.: Kitzinger, Ludwig. „Brauchtum, Sitte und Sprachgut im Kollbachtal“. Arnstorf 1965, S. 32-33.

      Volksmusikarchiv Rottal-Inn

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Wussten Sie schon
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Tonaufnahmen

...gibt es im Volksmusik und Brauchtumsarchiv zu lauschen.

Die Volksmusik- und Brauchtumspflege führt im Auftrag des Kulturausschusses...

  • Fördermaßnahmen, z.B. Bearbeitung und Ausgaben von Darlehen für Musikinstrumente, Notenmaterial, Zuschüsse für Fachkursbesuch, lt. den Richtlinien sowie
  • Lehrgänge und beispielgebende Veranstaltungen, offene Sing- und Musikantentreffen durch.
  • Die Volksmusik- und Brauchtumspflege gibt Lieder- und Musikhefte für den Gebrauch bei Lehrgängen heraus.
  • Die Volksmusik- und Brauchtumspflege betreut ein Volksmusik- und Brauchtumsarchiv (Tonträger, Fotos, Schriften, Eigenproduktionen in Bild und Ton).
  • Die Volksmusik- und Brauchtumspflege verleiht Musikinstrumente an junge und auch erwachsene Interessenten aus dem Landkreis Rottal-Inn, um einen Einstieg in den Musikunterricht zu erleichtern. 

Leihinstrumente

Der Landkreis besitzt zwei Steirische Harmonikas, zwei Harfen, eine Zither und ein Hackbrett. Diese können kostenfrei für mindestens drei und maximal für zwölf Monate ausgeliehen werden. Ein regelmäßiger Unterricht bei einer qualifizierten Lehrkraft ist Voraussetzung.

Volksmusikarchiv

Das Volksmusikarchiv des Landkreises Rottal-Inn, wurde ab 1974 vom damaligen Volksmusik- und Brauchtumspfleger Heinz Gratz aufgebaut, der 2001 verstorben ist. Das Archiv umfasst, neben einer volkskundlichen Bibliothek mit Büchern und Fachzeitschriften, Zeitungsausschnitten, Bild- und Tonaufnahmen auch alle Arten von handgeschriebenen und gedruckten Liedern und Noten meist aus Nachlässen.

Besucher sind herzlich willkommen – das Archiv steht jedem Interessierten offen! Bitte um telefonische Anmeldung am vormittag.

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