03.03.2026 / Aus dem Landkreis, Bürgerinformation

Austausch zur gynäkologischen Versorgung im Landkreis Rottal-Inn: Lösung für freie Arztsitze im Landkreis in Sicht

Die Sicherung der gynäkologischen Versorgung im Landkreis Rottal-Inn bleibt ein zentrales Anliegen der regionalen Gesundheitsvorsorge. Auf Initiative von Landrat Michael Fahmüller fand ein Austausch mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) in München statt, um die aktuelle Versorgungssituation im Landkreis zu erörtern und gemeinsam Perspektiven für eine gesicherte Versorgung der Patientinnen zu entwickeln. Anlass des Gespräches war der spontane Ausfall eines Gynäkologen in Pfarrkirchen, verbunden mit weiteren strukturellen Veränderungen im Landkreis. Gemeinsam mit Pfarrkirchens Bürgermeister Wolfgang Beißmann hat sich der Landrat an die KVB gewandt, um die Versorgungslücken zu adressieren und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. 

Besonders im Fokus steht dabei die medizinische Versorgung der Frauen im Landkreis Rottal-Inn, für die eine wohnortnahe und verlässliche gynäkologische Betreuung von großer Bedeutung ist. „Frauengesundheit ist eine extrem sensible Thematik. Die angespannte Situation bei uns im Landkreis bedeutet für viele Frauen nicht nur längere Wege zur medizinischen Versorgung, sondern ist auch mit psychischen Belastungen und Unsicherheiten verbunden“, betonte Landrat Michael Fahmüller. Gerade auch für ältere Patientinnen sei eine stabile Versorgung vor Ort unverzichtbar. Die Initiative für den Austausch sei daher auch ein Signal, dass die Anliegen der Betroffenen ernst genommen werden.

Im Gespräch mit Herrn Dr. Peter Heinz, erster stellvertretender Vorstandsvorsitzende der KVB, nahmen neben Fachreferenten aus den Bereichen der Versorgungsplanung und Sicherstellung der KVB auch Pfarrkirchens Bürgermeister Wolfgang Beißmann und die Gynäkologin Frau Dr. Babes teil. Auch Bürgermeister Beißmann unterstrich die Bedeutung einer verlässlichen gynäkologischen Versorgung vor Ort. Besonders für Patientinnen aus ländlich geprägten Gebieten sei eine wohnortnahe medizinische Betreuung von großer Relevanz.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen die aktuelle Versorgungslage sowie Möglichkeiten, bestehende Lücken kurzfristig zu überbrücken und langfristig stabile Strukturen für die Region zu sichern. Die KVB stellte dar, welche Maßnahmen seit Bekanntwerden der Situation geprüft oder bereits eingeleitet wurden, um die ambulante Versorgung zu stabilisieren.
Für den unvorhergesehenen Ausfall des Gynäkologen aus Pfarrkirchen ist eine Vertreterlösung in Sicht: Der Kontakt zu einem Mediziner ist bereits hergestellt und es zeichnet sich ab, dass dieser zeitnah seinen Dienst antreten kann. Zudem ist die Übergabe der Praxis an einen Nachfolger geplant, damit auch perspektivisch die Patientenversorgung gesichert bleibt. Die KVB steht zudem im engen Austausch mit interessierten Ärzten zur Besetzung des aktuell freien Arztsitzes im Landkreis. Die Besetzung kann voraussichtlich bis Juli 2026 erfolgen. 

Sowohl die regionalen Vertreter als auch die KVB bewerteten das Gespräch als konstruktiv und lösungsorientiert. Einigkeit bestand auch darin, den Dialog fortzusetzen und gemeinsam im Rahmen der bestehenden gesetzlichen Möglichkeiten die gynäkologische Versorgung der Region weiterzuentwickeln – stets im Sinne der Patientinnen und einer wohnortnahen medizinischen Versorgung. Für den Landkreis Rottal-Inn bleibt das Ziel klar: Die medizinische Versorgung – insbesondere für die Frauen der Region – soll nachhaltig gestärkt werden. Der Austausch in der bayerischen Landeshauptstadt wurde dabei als wichtiger Schritt auf dem Weg zu tragfähigen Lösungen gewertet.

 

 

 

Bild (v. l.): Bürgermeister Wolfgang Beißmann, Klaus Joos, Dr. Alina Babes, Lisa Mohr, Dr. Peter Heinz und Landrat Michael Fahmüller