Die Rottaler Hoftour begeistert auch in diesem Jahr mit einem vielfältigen Erlebnisprogramm, bei dem 49 teilnehmende Betriebe, darunter zehn neue Erlebnisanbieter, ihre Türen für Besucher öffnen. Zur Vorstellung der neuen Broschüre, die erstmals in neuem, handlicherem Format erschienen ist, besuchte Landrat Michael Fahmüller gemeinsam mit Gangkofens Bürgermeister Matthäus Mandl sowie Isabella Enggruber aus der Kreisentwicklung den Kartoffelhof Bernhard in Gangkofen. Manfred und Franziska Bernhard, die Betreiber des Kartoffelhofs, beteiligen sich 2026 erstmals beim Erlebnisprogramm des Landkreises. „Interessierte können sich das ganze Jahr über bei uns melden, um mehr über unseren Hof und den Kartoffelanbau zu erfahren", weiß Franziska Bernhard.
Seit 2019 bauen Manfred und Franziska Kartoffeln auf ihren Feldern rund um den Kartoffelhof Bernhard in Gangkofen an. 2020 folgte der erste Hofladen direkt am Betrieb. 2023 eröffneten sie einen zweiten Hofladen in Zeilarn. Mittlerweile beliefern sie auch zahlreiche Einzelhändler und Gastronomiebetriebe in der Region mit ihren heimischen Kartoffeln. „Wir sind auch auf verschiedenen Sonntags- oder Jahrmärkten unterwegs und möchten unsere Vertriebszweige noch weiter ausbauen“, so Manfred Bernhard im Gespräch mit den Besuchern. „In der Zukunft möchten wir auch unser Erlebnisangebot erweitern z. B. mit Hof- und Feldführungen oder Bildungsangeboten für Kindergärten und Schulen. Damit wollen wir z. B. Kindern wieder näherbringen, wo unsere Lebensmittel eigentlich herkommen und wie diese produziert werden,“ ergänzt Franziska Bernhard.
Bei der Hofbesichtigung zeigen die beiden den Besuchern den Hofladen, die aktuelle Lagerhaltung und welche Arbeitsschritte die Kartoffeln von der Ernte bis zum Verkauf im Hofladen bzw. bis zur Auslieferung durchlaufen. Bisher werden die Kartoffeln von Hand am Förderband vorsortiert und mithilfe einer elektrischen Waage in Säcke abgefüllt. Diese müssen mit einer Nähmaschine händisch vernäht werden. Für die Zukunft planen die beiden die Anschaffung eines Nähautomaten, um diese Arbeit zu automatisieren. „Bei einem Verkaufspreis von 1 € pro Kilo, ist das eine enorme Investition für uns. Uns ist es aber extrem wichtig, unsere Kartoffeln zu einem fairen Preis anbieten zu können. Wir wollen, dass regionale Produkte leistbar für alle sind“, erklärt der Agrarbetriebswirt und Landwirtschaftsmeister. Neben Kartoffeln bieten die beiden in den Hofläden auch Honig aus eigener Imkerei und wechselndes Gemüse aus eigenem Anbau, Eier aus eigener Haltung und weitere regionale Produkte an.