21.09.2026 - Baumpflege in der Ringallee: Verkehrssicherheit und langfristiger Erhalt der Bäume im Blick

Die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes führt in den nächsten Tagen in Zusammenarbeit mit dem Bauhof der Stadt Pfarrkirchen, der sich um die fachgerechte Absicherung der Arbeitsbereiche kümmert, sowie einer Fachfirma umfangreiche Baumpflegearbeiten in der Ringallee durch. Die Maßnahmen finden voraussichtlich vom 22. bis 25. September 2026 statt. Sie dienen insbesondere der Verkehrssicherheit sowie dem langfristigen Erhalt der prägenden Bäume und Naturdenkmäler der Allee. An diesen Tagen werden mehrere Baumkletterer und eine Hebebühne im Einsatz sein. 

Für die Arbeiten müssen abschnittsweise die Fußwege und Teilbereiche der Ringallee gesperrt werden, es wird jeweils nur der Bereich nicht zugänglich sein, in dem aktuell gearbeitet wird. Fußgänger und weitere Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die Absperrungen unbedingt zu beachten. Auch wenn gerade kein Schnittvorgang zu sehen ist, kann sich noch Material im Arbeitsbereich befinden.

Ein Schwerpunkt der Arbeiten liegt auf der Herstellung und Sicherung des sogenannten Lichtraumprofils. Dabei werden Äste entfernt oder eingekürzt, die in den Verkehrs- oder Fußgängerraum hineinragen. Über Gehwegen wird eine ausreichende Durchgangshöhe von mindestens 2,50 Metern hergestellt. Über Straßen beträgt die erforderliche Durchfahrtshöhe grundsätzlich 4,50 Meter.

Zudem wird vorhandenes Totholz entfernt. Dabei handelt es sich überwiegend um kleinere Äste. Größere abgestorbene Äste sind in der Allee nur vereinzelt vorhanden. Einzelne weit überhängende Äste und Astpartien werden ebenfalls eingekürzt, insbesondere auf der Südseite der Bäume.

„Neben der Verkehrssicherheit steht der langfristige Erhalt der Bäume im Mittelpunkt. Deshalb werden auch gezielte Pflegeschnitte vorgenommen, die nicht unmittelbar aus Gründen der Verkehrssicherheit erforderlich sind. Einzelne Äste werden eingekürzt, um einen kompakteren Wuchs zu fördern. Außerdem werden die Kronenformen angepasst, da viele Bäume aufgrund des Lichtangebots stark in eine Richtung gewachsen sind“, weiß Andreas Stolhofer von der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Stammköpfen. Diese wurden teilweise bereits vor vielen Jahren unsachgemäß gekappt. Die dadurch entstandenen Strukturen werden nun regelmäßig nachgearbeitet und möglichst langfristig stabilisiert. Auch vorhandene Kronensicherungen werden kontrolliert und bei Bedarf ausgetauscht oder nachgearbeitet. Im Zuge der Arbeiten muss außerdem eine ältere Kastanie im Bereich der Gässl-Kreuzung gefällt werden. Der Baum ist vollständig abgängig und weist eine starke Fäule im Stammbereich auf. Die Krone wurde in den vergangenen Jahren bereits wiederholt eingekürzt. Trotz dieser Maßnahmen hat der Baum den heurigen Sommer nicht überstanden.