03.07.2020 - Bericht zur demographischen Entwicklung des Landkreises Rottal-Inn erschienen

Der Fachbereich Kreisentwicklung am Landratsamt Rottal-Inn hat den diesjährigen Bericht zur demographischen Entwicklung des Landkreises veröffentlicht. Darin sind relevante Daten des Landkreises Rottal-Inn und seiner 31 Gemeinden aufbereitet und graphisch dargestellt. Der alljährlich erscheinende Bericht enthält Statistiken zu den Themen Bevölkerungszahlen und –entwicklung, Altersstruktur, Wanderungsbewegungen (Zuzüge und Fortzüge), Beschäftigung und Pendler, hausärztliche Versorgung, Schuldaten, Ausbildungsmarkt und Studentenzahlen.
 

Unter anderem sind in diesem Bericht auch die Zahlen des Demographie-Spiegels des Bayerischen Landesamt für Statistik veranschaulicht. Diese zeigen auf, wie sich die Bevölkerung in den Städten, Märkten und Gemeinden des Landkreises bis zum Jahr 2031 verändern wird, wenn sich die bisherigen Trends zu Geburten, Sterbefällen und Wanderungen weiterhin fortsetzen. „Dieser jährliche Bericht liefert uns nicht nur interessante Kennzahlen, sondern zeigt uns gleichzeitig relevante Werte angesichts des demographischen Wandels in unserem Landkreis. Es geht darum, gleichwertige Lebensverhältnisse zu erhalten und langfristig die Daseinsvorsorge in allen Teilen Rottal-Inns zu sichern“, betont Landrat Michael Fahmüller.
 

Laut aktuellem Demographiebericht steigt das Durchschnittsalter bis 2031 von 44,5 Jahren (2017) um 1,9 Jahre auf 46,4 Jahre an. Das höchste Durchschnittsalter im Landkreis im Jahr 2031 hat demnach die Gemeinde Postmünster mit 50,2 Jahren, die jüngste Gemeinde ist Geratskirchen mit 43,1 Jahren. Die höchste prognostizierte Veränderung des Durchschnittsalters im Vergleich zu 2017 hat der Markt Arnstorf mit einem Plus von 4,2 Jahren, wohingegen die Gemeinde Johanniskirchen mit einem Anstieg um 0,3 Jahre die geringste Veränderung aufweist.


Interessant sind auch die Zahlen zum Thema Beschäftigung und Pendler. 2019 verzeichnet der Landkreis insgesamt 49.065 Beschäftigte, was einer Beschäftigungsquote von 62,2 Prozent entspricht. Rottal-Inn liegt damit auf einem ähnlich hohen Niveau wie Niederbayern bzw. Bayern.

Vergleicht man die Pendlerströme im Landkreis im Jahr 2019, so ist festzustellen, dass täglich 9.555 Arbeitnehmer in den Landkreis pendeln, wohingegen 18.933 auspendeln, um zu arbeiten. Daraus ergibt sich ein Pendlersaldo von minus 9.378 Personen pro Tag. Die meisten Arbeitnehmer, die zu uns pendeln, stammen aus dem Landkreis Passau, gefolgt von Dingolfing-Landau und Altötting. Den höchsten Einpendlerüberschuss hat die Stadt Eggenfelden mit 2.679 Personen. Der Arbeitsweg der 18.933 Auspendler führt rund ein Drittel, genauer 6.063 Personen in den Landkreis Altötting. 3.313 Landkreisbürger pendeln nach Dingolfing-Landau und 3.001 in den Passauer Landkreis. Die flächengrößte Gemeinde des Landkreises, Gangkofen, verzeichnet mit – 1.454 Personen den höchsten Überschuss an Auspendlern.

 

Der komplette Bericht zur demographischen Entwicklung des Landkreises Rottal-Inn 2020 kann auf der Internetseite des Landratsamtes Rottal-Inn unter https://www.rottal-inn.de/landkreis-region/kreisentwicklung/demographiebericht/ eingesehen werden.

 

 

Bild: Beim Pendlersaldo verzeichnen vier der 31 Gemeinden einen Einpendlerüberschuss: Arnstorf, Eggenfelden, Massing und Pfarrkirchen.