22.07.2026 - Elektrifizierung der ABS 38: Landrat Martin Koppmann fordert klares Signal für den ländlichen Raum

In Schreiben an Bundesverkehrsminister Schnieder – Landkreis fordert Priorisierung und gesicherte Finanzierung

 

Die Elektrifizierung der Bahnstrecke München – Mühldorf – Freilassing (ABS 38) ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte für den Landkreis Rottal-Inn. Mit einem Schreiben an den Bundesminister für Verkehr, Patrick Schnieder, setzt sich Landrat Martin Koppmann dafür ein, dass das Vorhaben mit höchster Priorität verfolgt und die Finanzierung dauerhaft sichergestellt wird. Der Landrat reagiert damit auch auf eine Anfrage von ödp-Fraktionssprecher Sepp Rettenbeck im Kreisausschuss vom Juni, der an eine noch ausständige Antwort des Bundesministers zu den Bemühungen des Landkreises in dieser Sache erinnerte.

Für den neuen Landrat ist klar: Der Ausbau der Schieneninfrastruktur ist eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass der ländliche Raum auch künftig wettbewerbsfähig bleibt. Deshalb macht sich Koppmann bereits zu Beginn seiner Amtszeit für die Interessen des Landkreises in diesem Bereich stark. „Die Elektrifizierung der ABS 38 ist weit mehr als ein Verkehrsprojekt. Sie ist eine Investition in die Zukunft unseres Landkreises und des gesamten südostbayerischen Raums. Wir dürfen bei der Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur nicht hinter andere Regionen zurückfallen, geschweige denn den Anschluss an unsere europäischen Nachbarn verlieren“, betont Koppmann.

Besonders hebt er in diesem Kontext die Bedeutung der Stadt Simbach am Inn hervor. Als wichtiger Bahnstandort und Grenzstadt zu Österreich bedarf Simbach in besonderem Maße einer modernen und leistungsfähigen Schienenverbindung. Gleichzeitig unterstreicht der Landrat den europäischen Stellenwert der Strecke, die den südostbayerischen Raum mit Österreich verbindet und sowohl für den grenzüberschreitenden Personenverkehr als auch für den internationalen Güterverkehr von großer Bedeutung ist.

Wichtig ist für den Landrat zudem, dass gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land kein Lippenbekenntnis bleiben: „Gerade Menschen im ländlichen Raum sind auf eine verlässliche Verkehrsinfrastruktur angewiesen. Der Einsatz für einen lebendigen ländlichen Raum darf keine Sonntagsrede sein, sondern muss sich auch in konkreten Investitionen messbar widerspiegeln. Die ABS 38 ist hierfür in Bayern ein Schlüsselprojekt. Herr Minister Schnieder hat seinen Bundestagswahlkreis in der ebenfalls ländlichen Eifel und sollte daher bestens wissen, dass unser gemeinsames Ziel eine Elektrifizierung sein muss und keine Rückkehr zur Dampflok sein darf“, so Koppmann.

In seinem Schreiben fordert der Landrat den Bund konkret auf, die Finanzierung des Projekts langfristig zu sichern, die laufenden Planungen ohne Unterbrechung fortzuführen und der ABS 38 eine eindeutige Priorität einzuräumen. Gerade für einen Flächenlandkreis wie Rottal-Inn seien leistungsfähige Verkehrsverbindungen unverzichtbar – im konkreten Fall etwa für Pendlerinnen und Pendler in den Großraum München und das Chemiedreieck. Gleiches gilt für Unternehmen und die wirtschaftliche Entwicklung der Region.

Der Landkreis werde sich unter Koppmann mit Nachdruck für die konsequente Umsetzung der Elektrifizierung einsetzen. Ziel sei es, den Wirtschaftsstandort nachhaltig zu stärken, die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern und den Anschluss der Region an das überregionale und internationale Schienennetz langfristig zu sichern.