Unternehmerischer Mut, innovative Ideen und eine starke Verbundenheit mit der Heimat: Dafür stehen die fünf Betriebe aus dem Landkreis Rottal-Inn, die bei der feierlichen Verleihung der Auszeichnung „TOP-Unternehmen Niederbayern 2026“ gewürdigt wurden. Im Gasthaus Freilinger in Mitterskirchen zeichneten der Landkreis Rottal-Inn und das Niederbayern-Forum e. V. Unternehmen aus, die wirtschaftlichen Erfolg mit gesellschaftlicher Verantwortung verbinden, Arbeitsplätze schaffen und sich für ihre Heimat einsetzen.
Landrat Martin Koppmann hatte die ausgezeichneten Betriebe bereits im Vorfeld persönlich besucht und sich einen Eindruck von ihrer Arbeit verschafft. „Diese Besuche haben mich beeindruckt. Man spürt sehr schnell, mit wie viel Leidenschaft, Fachwissen und persönlichem Einsatz diese Betriebe geführt werden“, betonte der Landrat in seinem Grußwort. Die Unternehmen seien nicht nur wichtige Arbeitgeber, sondern auch Ausbildungsbetriebe, Innovationstreiber und häufig Unterstützer des gesellschaftlichen Lebens in der Region.
Auch Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, zugleich Vorsitzender des Niederbayern-Forums, würdigte die Leistungen der Unternehmen. Er betonte, dass die Auszeichnung weit mehr sei als ein Preis. „Sie werden Teil unseres niederbayernweiten Netzwerks der TOP-Unternehmen.“ Dieses ermögliche den Erfahrungsaustausch und schaffe neue Kontakte über Landkreis- und Branchengrenzen hinweg. Davon profitiere nicht nur das einzelne Unternehmen, sondern der gesamte Wirtschaftsstandort Niederbayern.
Die Laudationes auf die Preisträger hielten Niederbayerns IHK-Vizepräsidentin Michaela Baumgartner, die Vizepräsidentin der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, Claudia Geißelhöringer, der Leiter der Agentur für Arbeit Landshut-Pfarrkirchen, Matthias Dengler, sowie Landrat Martin Koppmann und Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich. Wie unterschiedlich die Erfolgsgeschichten der heimischen Wirtschaft sind, zeigen die fünf ausgezeichneten Betriebe.
Der Arterhof in Bad Birnbach hat sich über Jahrzehnte vom landwirtschaftlichen Betrieb zu einem mehrfach ausgezeichneten Camping- und Urlaubsresort entwickelt. Das Familienunternehmen der Familie Sigl bietet heute Fünf-Sterne-Camping, Appartements, Gastronomie sowie Gesundheits- und Wellnessangebote. Mit rund 250 Stellplätzen und kontinuierlichen Investitionen zählt der Arterhof zu den bekannten touristischen Adressen der Region.
Die Firma Mayerhofer Bau aus Simbach am Inn ist seit ihrer Gründung im Jahr 1969 zu einem vielseitigen Bauunternehmen mit rund 175 Beschäftigten gewachsen. Das Leistungsspektrum reicht vom Hoch- und Tiefbau bis zum Ingenieur- und Spezialtiefbau. Mit einem neuen Bau- und Betriebshof samt Lehrwerkstatt investiert der Familienbetrieb in seine Zukunft. Auch beim Wiederaufbau nach dem Hochwasser 2016 und bei großen Infrastrukturprojekten hat das Unternehmen seine Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt.
Die Brandhuber Transporte GmbH aus Wada bei Arnstorf wurde 1980 gegründet und ist bis heute in Familienhand. Neben Transportleistungen gehören Erd- und Abbrucharbeiten sowie der Betrieb eigener Kiesgruben zum Angebot. Das Unternehmen verbindet seine langjährige Erfahrung mit Investitionen in moderne Technik und setzt sich zugleich mit Fragen der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung auseinander.
Dass auch spezialisierte Betriebe aus dem Rottal international erfolgreich sein können, zeigt die RO/SE Blechverarbeitung aus Bad Birnbach. Das Unternehmen entwickelt und produziert unter anderem Heizungen und Klimageräte, die weltweit zum Einsatz kommen – oft völlig unbemerkt. So finden sich Klimageräte aus Bad Birnbach beispielsweise in Ampelanlagen in Mexiko oder Dubai, während Heizungen aus dem Rottal in Zugtoiletten in den USA verbaut sind. Neben diesen technischen Speziallösungen zeichnet sich der Betrieb durch sein soziales Engagement aus und bietet vielen Menschen mit Behinderung eine berufliche Perspektive.
Die APPIA Contract GmbH aus Peterskirchen in der Gemeinde Dietersburg wiederum hat sich auf die Planung und Ausstattung von Hotels spezialisiert. Von Niederbayern aus realisiert das Unternehmen Projekte weit über die Grenzen Deutschlands hinaus. Mit mehr als 135 Beschäftigten und zahlreichen internationalen Referenzen verbindet APPIA wirtschaftlichen Erfolg mit einer starken regionalen Verwurzelung. Über 41.000 Hotelzimmer hat das Rottaler Unternehmen bereits eingerichtet.
Für Landrat Koppmann zeigen die ausgezeichneten Betriebe, welches Potenzial in der heimischen Wirtschaft steckt, wie er in seinem Schlusswort betonte. Gerade angesichts steigender Kosten, des Fachkräftemangels und zunehmender bürokratischer Anforderungen sei es wichtig, unternehmerische Leistungen sichtbar zu machen und den Betrieben verlässliche Rahmenbedingungen zu bieten. Sein Dank galt nicht nur den Unternehmerinnen und Unternehmern, sondern ausdrücklich auch ihren Beschäftigten. Sie trügen mit ihrem Wissen, ihren Ideen und ihrem täglichen Einsatz entscheidend zum Erfolg der Betriebe bei.
Beim anschließenden Drei-Gänge-Menü blieb ausreichend Gelegenheit zum persönlichen Austausch zwischen den Unternehmen und den Vertretern aus Politik und Wirtschaft. Dabei zeigte sich einmal mehr, wie vielfältig und leistungsfähig die Unternehmenslandschaft im Landkreis Rottal-Inn ist.
Auf dem Bild: Die Vertreter der fünf ausgezeichneten „Top-Unternehmen Niederbayerns 2026“ aus dem Landkreis Rottal-Inn sowie Landrat Martin Koppmann und Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich nach der Preisverleihung
Ab kommender Woche finden im Sozialamt Schulungen im Rahmen der umfassenden Softwareumstellung zum 1. Januar 2027 statt. Aufgrund dessen sind an gewissen Tagen einzelne Arbeitsbereiche nicht erreichbar - weder telefonisch noch persönlich.
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