17.09.2026 - Gemeinsam an Lösungen arbeiten: Landrat im Gespräch mit Wasserwirtschaftsamt

Landrat Martin Koppmann hat sich mit Vertretern des Wasserwirtschaftsamtes (WWA) Deggendorf über aktuelle Projekte und Herausforderungen im Landkreis Rottal-Inn ausgetauscht. Im Mittelpunkt des Treffens mit Siegfried Ratzinger, Leiter des Wasserwirtschaftsamts Deggendorf, und Marijana Schmidt, Abteilungsleiterin für Rottal-Inn, standen der Hochwasserschutz in Simbach am Inn, Triftern und Gangkofen, die Auswirkungen von Niedrigwasser sowie weitere Bauvorhaben unter Beteiligung des Wasserwirtschaftsamtes.

Ein Schwerpunkt lag auf dem Hochwasserschutz. Besprochen wurden der aktuelle Stand der Maßnahmen in Simbach am Inn, Triftern und Gangkofen sowie die hier angedachten nächsten Schritte. „Beim Hochwasserschutz geht es unmittelbar um die Sicherheit der Menschen“, betonte Landrat Martin Koppmann. „Deshalb ist mir wichtig, dass wir bei den laufenden Projekten eng im Austausch bleiben, offene Fragen frühzeitig klären und gemeinsam nach Lösungen suchen.“ Er hoffe, dass die Arbeiten auch in Triftern im kommenden Jahr beginnen könnten. Die Verzögerung hier sei sehr bedauerlich und gerade für die unmittelbaren Anwohnerinnen und Anwohner eine Belastung. In Simbach am Inn und Gangkofen laufen die Maßnahmen hingegen bereits. Siegfried Ratzinger verwies dabei auf die Größenordnung gerade des Projekts „Altbach“ in Triftern. Das WWA stehe voll hinter der Maßnahme, juristische Auseinandersetzungen und Fragen des Grunderwerbs seien aber Hemmnisse gewesen.

Ein weiteres Thema war das Niedrigwasser. Längere Trocken- und Hitzeperioden stellen Gewässer, Landwirtschaft, Natur und teilweise auch die Energiegewinnung vor neue Herausforderungen, sagten Schmidt und Ratzinger. Im Gespräch ging es darum, wie sich veränderte Wasserstände auf den Landkreis auswirken und welche Maßnahmen langfristig notwendig sein können. Die Zusammenarbeit mit der Fachstelle im Landratsamt und der Umgang mit der diesjährigen Hitzeperiode wurden als sehr gut bewertet, was Landrat Martin Koppmann freute. „Das Lob gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die hier mit Augenmaß gehandelt haben“, betonte er.

Darüber hinaus wurden weitere Bauvorhaben im Landkreis besprochen, beispielsweise der Ersatzneubau und die Sanierung der Wehranlage an der Prühmühle in Eggenfelden oder die Bauarbeiten am Heimatmuseum in Simbach im Zuge der Hochwasserschutzmaßnahme. Bei diesen Vorhaben ist das Wasserwirtschaftsamt als Fachbehörde eingebunden. Landrat Koppmann betonte: „Viele Projekte werden einfacher, wenn Zuständigkeiten und Anforderungen von Anfang an klar sind. Deshalb wollen wir den direkten Draht zum Wasserwirtschaftsamt nutzen und Probleme möglichst früh gemeinsam angehen.“

Der Austausch soll regelmäßig fortgesetzt werden. Ziel sei es, bei wichtigen Infrastruktur- und Schutzprojekten schnell zu belastbaren Lösungen zu kommen und Verfahren dort zu beschleunigen, wo dies möglich ist.

 

 

Bild: Beim Austausch im Landratsamt: (von links) Sachgebietsleiterin Umwelt und Natur Sylvia Dötter, Abteilungsleiter Robert Kubitschek, Marijana Schmidt, zuständige Abteilungsleiterin beim Wasserwirtschaftsamt für Rottal-Inn, und Siegfried Ratzinger, Leiter des Wasserwirtschaftsamts Deggendorf, mit Landrat Martin Koppmann.

Quelle: Landratsamt