08.06.2026 - Gemeinsames Gespräch schafft Perspektive für künftige Sonnwendfeuer in Mitterskirchen

Wie bereits bekannt, hat die KLJB Mitterskirchen entschieden, das für dieses Jahr geplante Sonnwendfeuer nicht durchzuführen. Vor dem Hintergrund der Diskussionen um die Veranstaltung fand nun ein „Runder Tisch“ bzw. ein gemeinsames Gespräch zwischen Landrat Martin Koppmann, Vertretern der KLJB Mitterskirchen, der Gemeinde Mitterskirchen, der Polizeiinspektion Eggenfelden sowie dem Landratsamt Rottal-Inn statt.

Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Frage, wie das traditionsreiche Fest auch künftig sicher und erfolgreich durchgeführt werden kann. Hintergrund für die Absage waren Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit dem bisherigen Veranstaltungsort. Einigkeit bestand darüber, dass die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher stets oberste Priorität haben muss. Daher soll für die Zukunft geprüft werden, ob der bisherige Standort weiterhin geeignet ist oder alternative Lösungen in Betracht gezogen werden sollten. Die Zuständigkeit für die Erteilung notwendiger Erlaubnisse und Genehmigungen für das Sonnwendfeuer liegt bei der Gemeinde.

Alle Beteiligten waren sich einig, dass das Sonnwendfeuer auch künftig einen festen Platz im gesellschaftlichen Leben der Gemeinde haben soll. „Solche Feste bringen Menschen zusammen, stärken den Zusammenhalt und werden vor allem durch das Engagement ehrenamtlich tätiger junger Menschen ermöglicht. Dieses Engagement der KLJB verdient große Anerkennung und Wertschätzung“, so Landrat Martin Koppmann.

Ziel ist es, gemeinsam die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Veranstaltung künftig wieder stattfinden kann – unter Einhaltung aller geltenden Sicherheitsanforderungen und ohne Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Auch wenn das Landratsamt in diesem konkreten Fall nicht unmittelbar zuständig ist, leistet es einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung von Gemeinden, Vereinen und ehrenamtlich Engagierten. Im Rahmen der regelmäßigen Informationsveranstaltung „Feste feiern – aber richtig“ des Kreisjugendrings Rottal-Inn informieren Fachleute aus den Bereichen Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Bauamt, Jugendamt und Gesundheitsamt über die rechtlichen, organisatorischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen bei der Durchführung von Veranstaltungen. „Ob Brandschutz, die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes, baurechtliche Vorgaben oder der hygienisch sichere Umgang mit Lebensmitteln – wer eine Veranstaltung organisiert, muss zahlreiche Vorschriften und Auflagen beachten. Mit solchen Informationsangeboten möchten wir Verantwortliche frühzeitig und umfassend über diese Anforderungen aufklären, Planungssicherheit schaffen und dazu beitragen, dass Veranstaltungen sicher und reibungslos durchgeführt werden können“, erklärt Abteilungsleiter Sebastian Schneider.

Im Zuge dessen verwies Landrat Koppmann darauf, dass die zuständigen Behörden die Veranstalter jederzeit unterstützen. Sowohl die Polizei als auch das Landratsamt stehen bei Fragen zur Einschätzung möglicher Gefährdungen oder zu sicherheitsrelevanten Aspekten gerne beratend zur Seite. „Unser gemeinsames Ziel ist es, praktikable Lösungen zu finden, um das beliebte Sonnwendfeuer 2027 sicher durchführen zu können“, so der Landrat, der sich bei allen Anwesenden noch für den offenen, konstruktiven Austausch bedankte. 

 

 

 

 

Bild: Miteinander statt übereinander reden, um das traditionelle Sonnwendfeuer in Mitterskirchen künftig wieder durchführen zu können. An der Gesprächsrunde teilgenommen haben auf Einladung von Landrat Martin Koppmann (r.) hin (v. r.) Petra Bloch, Geschäftsleiterin der Gemeinde Mitterskirchen, Bernhard Huber, stv. Leiter der Polizeiinspektion Eggenfelden, Mitterskirchens Bürgermeister Christian Müllinger, Franz Kolböck, 1. Vorstand und Manuel Mayer, 2. Vorstand KLJB Mitterskirchen sowie Sebastian Schneider, Abteilungsleiter am Landratsamt Rottal-Inn für den Fachbereich Öffentliche Sicherheit und Ordnung.