Von der Idee zum Geschäftsmodell: Beim Gründungstag in Pfarrkirchen trafen angehende Gründerinnen und Gründer auf Experten, Netzwerke und ausgezeichnete StartUps aus der Region.
Volle Reihen, viele Gespräche und spürbare Aufbruchsstimmung: Der Niederbayerische Gründungstag hat am 18. März im Landkreis Rottal-Inn Station gemacht und zahlreiche Gründungsinteressierte, StartUps sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Institutionen in die Stadthalle Pfarrkirchen gezogen.
Organisiert vom GreG Rottal-Inn Digitales Gründerzentrum gemeinsam mit dem Netzwerk der Digitalen Gründerzentren Niederbayern und BayStartUP bot die Veranstaltung einen kompakten Überblick rund um das Thema Selbstständigkeit. Von Businessplan über Finanzierung bis hin zu rechtlichen Fragen konnten sich die Besucherinnen und Besucher direkt bei Expertinnen und Experten informieren und individuelle Gespräche führen.
Ein besonderer Fokus lag auf echten Gründungsgeschichten aus der Region. Thomas Hüllmayer, Gründer des Spieleverlags Anzen aus Anzenkirchen, berichtete offen über seinen Weg vom Nebenerwerb hin zum wachsenden Unternehmen. Dabei wurde deutlich, dass nicht die Idee allein entscheidend ist, sondern vor allem die Phase danach, in der Strukturen, Vertrieb und unternehmerisches Denken aufgebaut werden müssen.
Martin Spengler, Netzwerkmanager am GreG Rottal-Inn sieht in der erfolgreichen Veranstaltung einen wichtigen Schritt für den Standort: „Unser Ziel ist es, Gründerinnen und Gründern auch im ländlichen Raum beste Voraussetzungen zu bieten und den Austausch untereinander zu stärken.“
Am Abend rückte der Businessplan-Wettbewerb Ideenreich von BayStartUP in den Mittelpunkt. Insgesamt 26 Teams aus Niederbayern hatten ihre Geschäftskonzepte eingereicht und zeigten die große Bandbreite an Innovationen in der Region, von Bildungstechnologie über Künstliche Intelligenz bis hin zu industriellen Anwendungen. Den ersten Platz sicherte sich das Startup klugidu aus Landshut. Das Team entwickelt eine KI-gestützte Lösung, die Kinder individuell beim Lesenlernen unterstützt. Auf Rang zwei folgte amaiko aus Viechtach mit einem intelligenten Assistenten für Wissensmanagement im Mittelstand. Den dritten Platz belegte Autonomous Navy aus Landshut mit einer Softwareplattform für autonome maritime Systeme. Auch die weiteren nominierten Teams, darunter Projekte aus den Bereichen Cybersecurity, Produktsicherheit und Veterinärmedizin, machten deutlich, welches Innovationspotenzial in Niederbayern steckt.
Max Achmedschin, Wettbewerbsleiter bei BayStartUP, sagt: „Wir sehen in Niederbayern viele technologiegetriebene Gründungen, die sehr nah an industriellen Anwendungen arbeiten. Solche Startups haben das Potenzial, zu den mittelständischen Wachstumsunternehmen von morgen zu werden.“
Am Ende nahmen viele mehr mit als nur Informationen: ein stärkeres Netzwerk, neue Perspektiven und das Gefühl, mit der mutigen Ideen nicht allein zu sein.