19.08.2026 - Landrat besucht Pinzl Kies und Erdbau in Kirchdorf am Inn

Landrat Martin Koppmann hat kürzlich die Firma Kies und Erdbau Pinzl besucht und sich mit Geschäftsführer Markus Gallner sowie der ehemaligen Geschäftsführerin Christa Gallner ausgetauscht. Das mittelständische Unternehmen ist seit mehr als 60 Jahren in der Region tätig und hat sich kontinuierlich weiterentwickelt. Heute umfasst das Leistungsspektrum unter anderem Kiesgewinnung und -aufbereitung, Erd- und Abbrucharbeiten sowie die Herstellung von Transportbeton. 

Im Gespräch wurde deutlich, dass die Rahmenbedingungen rund um die Kiesgewinnung zunehmend komplexer werden. Insbesondere die Anforderungen in den Bereichen Wasserwirtschaft und Naturschutz stellen das Unternehmen vor Herausforderungen. Auch der Schutz von Vögeln und Bodenbrütern sowie die hohen Anforderungen an Ausgleichsflächen müssen bei der Planung von Projekten berücksichtigt werden. Hinzu kommen zunehmend aufwendige Genehmigungs- und Abstimmungsverfahren, die die Umsetzung von Vorhaben erschweren können.

„Wenn wir wollen, dass unsere Unternehmen in der Region investieren und Arbeitsplätze sichern, müssen wir uns auch anschauen, welche Rahmenbedingungen ihnen dabei im Weg stehen“, so Landrat Martin Koppmann. Gerade in dieser Branche gelte es, die unterschiedlichen Interessen der Rohstoffversorgung, der Wasserwirtschaft und des Naturschutzes miteinander in Einklang zu bringen.

Auch die Veränderungen im Baugewerbe waren Thema des Gesprächs. Der klassische Hausbau habe sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Fertighäuser würden häufiger ohne Keller errichtet, sodass beim Bau vielfach nur noch eine Bodenplatte aus Beton benötigt werde. Für Kies und Erdbau Pinzl verschiebe sich dadurch der Schwerpunkt zunehmend hin zu größeren Bauvorhaben und regionalen Großprojekten. Die regionale Ausrichtung bleibe dabei ein wichtiger Faktor, denn insbesondere beim Transportbeton seien kurze Wege entscheidend.

Trotz der Herausforderungen blickt Kies und Erdbau Pinzl nach vorne und will noch effizienter und zukunftsfähiger werden. Eine Photovoltaikanlage ermöglicht bereits einen hohen Grad an Energieautarkie. Landrat Koppmann kündigte an, die angesprochenen Themen mitzunehmen und den Dialog mit den Unternehmen der Region auch bei weiteren Besuchen fortzusetzen.

 

 

 

Bild (v. l.): Wirtschaftsförderer Martin Siebenmorgen, Geschäftsführer Markus Gallner und Landrat Martin Koppmann.