Die Baubranche befindet sich derzeit aufgrund hoher Energie- und Materialkosten in einer schwierigen Lage. Landrat Martin Koppmann hat sich bei einem Besuch des Betonwerks in Linden darüber informiert, wie es dem Betrieb mit innovativen Ideen und frühzeitigen Investitionen gelingt, weiterhin wirtschaftlich zu arbeiten.
Seit 1966 gibt es das Betonwerk in Linden, das mittlerweile Teil der „Rohrdorfer Gruppe“ ist. Neben Linden gehören auch die Standorte in Wörth an der Isar und Berglern zu „Linden Beton“. In die drei Standorte seien in den vergangenen Jahren insgesamt 25 Millionen Euro investiert worden, informierte Geschäftsführer Jakob Socher. Dadurch sei es dem Unternehmen möglich, auch unter den aktuellen Bedingungen wirtschaftlich zu produzieren. Mit Blick auf steigende Temperaturen werde zudem der Hitzeschutz beim Bauen immer wichtiger. Das Betonwerk arbeite deshalb an alternativen Lösungen, die dazu beitragen, die sommerliche Hitzeentwicklung besonders im städtischen Raum zu reduzieren.
Problematisch sei hingegen der deutliche Rückgang beim Neubau seit der Corona-Pandemie und dem russischen Angriff auf die Ukraine. „Das tut uns weh“, betonte Socher. Der Zementabsatz in Deutschland sei 2025 so niedrig gewesen wie zuletzt 1945. Dennoch blicke das Unternehmen optimistisch in die Zukunft.
In der jüngeren Vergangenheit realisierte das Betonwerk mehrere bedeutende Projekte. So lieferte es unter anderem Pflastersteine für die Sanierung des ehemaligen „Pfanni-Geländes“ in München sowie für den Platz vor den Riem Arcaden. Gemeinsam mit dem Münchner Baureferat entwickelte das Unternehmen außerdem einen neuen Flachbordstein zur Abgrenzung von Rad- und Autoverkehr. Das System kann auf bestehendem Asphalt verlegt werden, ist robust und zugleich von Einsatzfahrzeugen überfahrbar. Nach erfolgreichen Tests kam der Bordstein erstmals auf einer rund 300 Meter langen Strecke in München zum Einsatz.
„Das sind tolle Projekte, die aus dem Rottal kommen und weit über die Region hinaus bekannt sind“, sagte Landrat Martin Koppmann. Das Betonwerk Linden habe durch vorausschauende Planung auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten seine Wettbewerbsfähigkeit bewahrt. Koppmann lobte zudem das Ziel des Unternehmens, bis 2038 CO₂-neutral zu produzieren. Dazu setze der Betrieb unter anderem auf Elektroautos, elektrische Stapler und moderne Produktionsanlagen.
Auf dem Bild: Beim Besuch im Betonwerk Linden: (von links) Tobias Steinbeißer (ADM Rottal), Robert Kettl (Verkaufsleiter BWL), Martin Siebenmorgen (Wirtschaftsförderung Rottal-Inn), Bürgermeisterin Karin Kienböck-Stöger, Landrat Martin Koppmann, Jakob Socher (Geschäftsführer BWL) und Alen Avidbegovic, (Technischer Leiter BWL) -Fotovermerk: Landratsamt
Aufgrund von Blaualgen spricht das Gesundheitsamt Rottal-Inn eine Badewarnung für den Rottauensee in Postmünster aus.
Zum Schutz der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger sowie Hunden wird bis auf Weiteres dringend vom Baden im Rottauensee abgeraten.
Pressemitteilung vom 17.08.2026: Badewarnung für Stausee in Postmünster