22.05.2026 - Neue Brücke für Luderbach

Arbeiten am Ersatzneubau der Brücke in Luderbach schreiten gut voran

Als Kreisverwaltungsbehörde ist der Landkreis Rottal-Inn unter anderem für den Erhalt und Unterhalt von 500 Kilometer Kreisstraßen und 127 Brückenbauten zuständig. Dafür investiert der Landkreis jährlich rund 5 Million Euro. Derzeit wird in Luderbach, in der Gemeinde Bayerbach, der Ersatzneubau einer Brücke durchgeführt, zu dessen aktuellem Baustand sich Landrat Martin Koppmann gemeinsam mit Markus Nöbauer, Sachgebietsleiter Tiefbau am Landratsamt, vor Ort persönlich informierte. 

Eine routinemäßige Brückenprüfung stufte die bestehende Brücke, die aus dem Jahr 1920 stammt, als nicht mehr sanierungsfähig ein. Seit März 2026 laufen nun die vorbereitenden Arbeiten, wie der Abriss der bestehenden Brücke für den Neubau. Derzeit wird die Bauwerksgründung mit bis zu 17 Meter tiefen Bohrpfählen, die jeweils mit bis zu 12 Kubikmetern Beton befüllt werden, errichtet. „Wenn alle Arbeiten planmäßig durchgeführt werden können, wird die neue Brücke voraussichtlich im November 2026 für den Verkehr freigegeben“, so Markus Nöbauer. Der Landkreis Rottal-Inn investiert für diese Baumaßnahme rund 1,45 Million Euro, wobei ca. 60 % der Kosten durch die Regierung von Niederbayern gefördert werden. Damit gehört dieser Brückenersatzbau zu den größeren Tiefbauprojekten des Landkreises und ist 2026 die größte Brückenbaustelle der Kreisverwaltungsbehörde. Bisher war die Brücke mit einer Fahrbahnbreite von nur 3,90 Meter lediglich für den Einbahnverkehr ausgelegt, durch die Begrenzung des zulässigen Höchstgewichts von neun Tonnen war die Brücke für LKW´s und landwirtschaftliche Fahrzeuge kaum nutzbar. Mit dem Neubau wird die Fahrbahnbreite auf 6,50 Meter ausgeweitet, das zulässige Höchstgewicht beträgt künftig 40 Tonnen für den regulären Verkehr und bis zu 60 Tonnen für freigegebene Schwerlasttransporte. Zudem werden beidseitig Gehwegkappen mit Schrammbord, Schutzplanken und Geländer zur Absturzsicherung angebracht. Die bisherige Brücke neigte mit vier Brückenpfeilern zur schnellen Verlandung und war auch bei Hochwasser eine Gefahrenstelle für das sogenannte Verklausen, also der Blockade eines Fließgewässers durch angeschwemmtes Treibgut. Auch dies wird mit dem Neubau der Brücke verbessert. Mit nur zwei Brückenfeldern, statt wie bisher fünf, wird auch der Wasserabfluss im Hochwasserfall optimiert.

„Mit dem Ersatzneubau der Brücke in Luderbach investieren wir gezielt in die Sicherheit und Infrastruktur unseres Landkreises. Gerade im ländlichen Raum sind leistungsfähige Straßen- und Brückenverbindungen von großer Bedeutung – für die Menschen vor Ort, für die Wirtschaft und für eine verlässliche Mobilität“, so Landrat Martin Koppmann bei der Besichtigung vor Ort.