02.06.2026 - Unterstützung für den "Movember" zugesagt

Am Rande der Gesundheitskonferenz nutze Landrat Martin Koppmann die Gelegenheit, um gemeinsam mit Anna Huber, der Geschäftsführerin der Gesundheitsregion plus Rottal-Inn mit den Anwesenden Akteuren ins Gespräch zu kommen. Dr. Leopold Durner, Urologe und 1. Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbandes Rottal-Inn brachte hierbei zusammen mit Richard Göldner, Inhaber des gleichnamigen Sanitätshauses, das Thema Vorsorge und Männergesundheit zur Sprache. Hier seien viele schwere Fälle bei rechtzeitiger Entdeckung durch sehr schmerzarme und zuverlässige Untersuchungen vermeidbar. Allerdings seien Vorsorgeuntersuchungen bei Männern immer noch stark tabuisiert und schambehaftet. 

„Auf drei Hauptfelder, nämlich Prostata- und Hodenkrebs sowie Einsamkeit/Depressionen bei Männern fokussieren sich seit 2003 Kampagnen unter dem Oberbegriff Movember, um Aufmerksamkeit und die Herren der Schöpfung für das Thema Prävention zu gewinnen“, erklärte Dr. Durner. Eigentlich ja ein Wortspiel aus dem Englischen Moustache, also Schnauzbart und November, daher auch der symbolische Bart, könne man sich beim Movember in Bayern ja passenderweise auch dialektal direkt auf das Wort Mo für Mann beziehen, merkte Landrat Koppmann an und sicherte Durner die Unterstützung der Gesundheitsregion plus zu. 

Wo bürokratische Hürden im Weg stünden, bat er Anna Huber, Hilfestellung zu leisten. Zudem könne das Landratsamt auch selbst tätig werden, etwa in der Organisation von Veranstaltungen mit Bezug zum Movember. „Wahrscheinlich müsste man das niederschwellig angehen, über Vereine, den Sport oder Gruppen von Freunden, da gerade junge Männer über diese Themen schwerlich vor versammelter Mannschaft sprechen wollen werden“, gab Richard Göldner zu bedenken. Landrat Koppmann pflichtete ihm bei und regte an, dass man vielleicht über Sportvereine, Feuerwehren oder die Landjugend etwas in kleineren Kreisen organisieren könnte, etwa Vorträge darüber, was bei einer Vorsorgeuntersuchung passiert oder über den Umgang mit Einsamkeit. Er werde über die Kreisentwicklung unter Federführung von Anna Huber in Abstimmung mit der Ärzteschaft bis zum Sommer einen ersten Aufschlag erarbeiten lassen, wie man das Thema im Landkreis aufziehen können. Darin können gerne auch Überlegungen der Bürgerinnen und Bürger einfließen. Über Interessenbekundungen von Vereinen oder Privatpersonen für Aktionen und Ideen für Veranstaltungen freut sich der Landrat zudem unter gesundheitsregion@rottal-inn.de.
„Frau Huber und ich sind gespannt, ob und was da so an kreativen Gedanken aus der Bevölkerung eingebracht werden wird“, schmunzelte der Landrat und zeigte sich optimistisch, dass man etwas bewegen und den ein oder anderen „Vorsorgemuffel“ motivieren könne. Dr. Leopold Durner und Richard Göldner dankten ihrerseits Landrat Martin Koppmann und Geschäftsführerin Anna Huber für die Aufgeschlossenheit und die positive Reaktion auf ihre Anliegen und freuen sich über den weiteren Austausch und eine dann hoffentlich hilfreiche Kampagne zum Movember im November.

 

 

 

 

Bild: Wollen sich gemeinsam für mehr Aufklärung über Vorsorge bei Männern im Rahmen des Movembers einsetzen (v. l.): Der Urologe Dr. Leopold Durner, 1. Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbandes Rottal-Inn, Landrat Martin Koppmann, die Geschäftsführerin der Gesundheitsregionplus Rottal-Inn Anna Huber und Richard Göldner, Inhaber des Sanitätshauses Göldner.