08.01.2026 - Wie entwickelt sich der Landkreis Rottal-Inn demographisch?

Das Regionalmanagement am Landratsamt Rottal-Inn hat den Demographiebericht 2025 für den Landkreis veröffentlicht. Darin sind aktuelle relevante Daten zur demographischen Entwicklung des Landkreises und seiner 31 Gemeinden aufbereitet und grafisch dargestellt. Der Bericht enthält Statistiken zur Bevölkerungsentwicklung und Altersstruktur im Landkreis. Auch Wanderungsbewegungen, Pendler, Ausbildungs- und Schulstatistiken sowie die hausärztliche Versorgung werden betrachtet. Grundlage sind die aktuellsten verfügbaren Zahlen, überwiegend vom Bayerischen Landesamt für Statistik. 

„Der Demographiebericht liefert uns eine fundierte und übersichtliche Grundlage, um die Entwicklungen in unserem Landkreis und seinen 31 Gemeinden realistisch einzuordnen. Die Zahlen zeigen deutlich, vor welchen Herausforderungen, aber auch vor welchen Chancen wir in den Bereichen Bevölkerungsentwicklung, Bildung, Mobilität und medizinische Versorgung stehen. Unser Ziel ist es, diese Erkenntnisse aktiv zu nutzen, um den Landkreis Rottal-Inn auch künftig lebens- und zukunftsfähig zu gestalten“, so Landrat Michael Fahmüller.

Die Bevölkerung des Landkreises Rottal-Inn ist in den letzten Jahrzehnten deutlich gewachsen. Auch künftig soll die Bevölkerungszahl weiter zunehmen: Von aktuell rund 120.500 Personen wird diese bis 2043 voraussichtlich auf etwa 129.400 steigen. 

Das Durchschnittsalter im Landkreis liegt bei 45,2 Jahren und damit leicht über dem niederbayerischen Durchschnitt von 44,7 Jahren sowie dem bayerischen Durchschnitt von 44,3 Jahren. Analysiert man die Altersstruktur des Landkreises fällt auf, dass rund 46 Prozent der Bevölkerung älter als 50 Jahre sind. Die Bevölkerungsprognose deutet auf einen fortlaufenden Anstieg des Durchschnittsalters hin: So wird die Zahl der über 75-Jährigen von 13.002 Personen im Jahr 2024 auf ca. 19.900 im Jahr 2040 ansteigen. 

Im Hinblick auf die Pendlerzahlen ist festzustellen, dass täglich 10.274 Beschäftigte in den Landkreis pendeln, wohingegen 20.915 Personen den Landkreis verlassen, um zum Arbeitsort zu gelangen. Daraus ergibt sich ein Pendlersaldo von -10 641 Personen pro Tag. Die meisten Einpendler wohnen in der Stadt bzw. dem Landkreis Passau (28%), gefolgt von den Landkreisen Dingolfing-Landau (17%) und Altötting (15%). 32 % der knapp 21.000 Auspendler aus dem Landkreis arbeiten im Landkreis Altötting, gefolgt von Dingolfing-Landau (17 %) und Passau (15 %). Auf Ebene der Städte, Märkte und Gemeinden hat die Stadt Eggenfelden mit 2.773 den höchsten Einpendlerüberschuss.

Als äußerst positiv kann die Entwicklung der Studierendenzahlen am European Campus in Pfarrkirchen bewertet werden. Von 165 Studienanfängern zu Beginn hat sich die Zahl bis zum Sommersemester 2025 auf 1.506 erhöht – das ist mehr als das Neunfache.

In Bezug auf die hausärztliche Versorgung im Landkreis Rottal-Inn gibt es gibt es insgesamt 83 Hausärzte in den vier Planungsbereichen, deren durchschnittliches Alter 57,7 Jahre beträgt. Den niedrigsten Versorgungsgrad hat der Planungsbereich Eggenfelden-Nord (90,2 %), während die anderen drei Planungsbereiche einen Versorgungsgrad von knapp 100 % oder mehr aufweisen. Anhand der Bedarfsplanung soll pro 1.633 Einwohner ein Hausarzt zur Verfügung stehen. 

 

Der vollständige Demographiebericht ist unter hier einsehbar.