Die Gefahr in einen Wildunfall verwickelt zu werden, ist nicht nur in unserem Landkreis relativ hoch. Daher stehen ab sofort in der Zulassungsstelle des Landratsamtes Rottal-Inn (Industriestraße 18, 84347 Pfarrkirchen) sogenannte Wildunfallmarkierungsbänder zur kostenlosen Mitnahme zu Verfügung. Die Initiative geht auf den Ökologischen Jagdverband (ÖJV) zurück. Gemeinsam mit Dr. Edgar Wullinger, langjähriger Vorsitzender des Bezirks Niederbayern, setzt sich der Landkreis dafür ein, die Nachsuche nach verletztem Wild zu erleichtern und die Zusammenarbeit zwischen Verkehrsteilnehmern, Polizei und Jägerschaft zu verbessern.
Die handlichen Markierungsbänder können nach einem Wildunfall gut sichtbar an einem Leitpfosten, Verkehrsschild oder Ast angebracht werden – genau an der Stelle, an der das verletzte Tier in den Wald oder auf ein Feld geflüchtet ist. So können Polizei und Jagdausübungsberechtigte den Fluchtweg schneller erkennen und notwendige Nachsuchen gezielter durchführen.
„Die Wildunfallbänder sind eine einfache, aber äußerst sinnvolle Hilfe. Sie unterstützen die Jägerinnen und Jäger bei der oft schwierigen Nachsuche und helfen, verletztes Wild schneller aufzufinden. Gleichzeitig erleichtern sie der Polizei die Aufnahme des Wildunfalls. Ich freue mich, dass wir diese Initiative unterstützen und die Bänder nun kostenlos zur Verfügung stellen können“, betont Landrat Martin Koppmann. Der Landkreis Rottal-Inn ist neben den Landkreisen Altötting und Erding einer der ersten Landkreise in Bayern, die Wildunfallbänder zur kostenlosen Mitnahme zur Verfügung stellen.
Dr. Edgar Wullinger vom Ökologischen Jagdverband und Christian Sonnleitner vom Bayerischen Jagdverband begrüßen die Zusammenarbeit und sind sich einig: „Eine gut sichtbare Markierung spart im Ernstfall wertvolle Zeit. Je schneller der Fluchtweg bekannt ist, desto größer ist die Chance, verletztes Wild zügig zu finden und unnötiges Leiden zu vermeiden.“
Die Wildunfallbänder liegen ab sofort kostenlos in der Zulassungsstelle des Landratsamtes Rottal-Inn aus und können von Bürgerinnen und Bürgern mitgenommen werden. Fahrschulen oder Institutionen, die ebenfalls gerne kostenlose Wildunfallmarkierungsbänder auslegen möchten, können diese über die Homepage des ÖJV Bayern (www.oejv-bayern.de) bestellen.
Richtiges Verhalten nach einem Wildunfall:
Auf dem Bild: Abteilungsleitung Julia König, Landrat Martin Koppmann, Dr. Edgar Wullinger vom ÖJV Bayern und Christian Sonnleitner vom Bayerischen Jagdverband freuen sich über die gemeinsame Aktion.