Innovative Nachwuchsförderung stärkt die Zukunft der Pflege
Vom 18. bis 20. Februar 2026 wurde der Landkreis Rottal-Inn erneut zum zentralen Treffpunkt für die Pflege von morgen: Zum zweiten Mal fand das Pflegecamp Rottal-Inn als zukunftsweisendes Berufsorientierungsformat statt – mit dem Ziel, junge Menschen für den Pflegeberuf zu begeistern und langfristig Fachkräfte in der Region zu sichern. Die organisatorische Gesamtkoordination für das Pflegecamp übernahm die Gesundheitsregion plus Rottal-Inn, die als regionale Netzwerkstelle die beteiligten Einrichtungen, Schulen und Klinik zusammenführte und die drei Tage strukturell begleitete. Geschäftsstellenleiterin Anna Huber zieht ein positives Resümee: „Wir konnten definitiv an den Erfolg des ersten Camps anknüpfen, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sehr zufrieden und auch die beteiligten Einrichtungen zeigten sich begeistert von dem großen Interesse.“
Am ersten Veranstaltungstag präsentierten die beiden Pflegeschulen des Landkreises differenzierte Einblicke in moderne Ausbildungswege, Spezialisierungsmöglichkeiten und akademische Entwicklungsperspektiven im Pflegeberuf. In einem dialogorientierten „World-Café“-Format erarbeiteten die Teilnehmenden gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern regionaler Pflegeeinrichtungen die Vielfalt stationärer, ambulanter und klinischer Versorgungsbereiche.
Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der praktischen Erfahrung: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begleiteten Pflegefachpersonen in stationären Einrichtungen oder ambulanten Diensten ihrer Wahl. Durch diese unmittelbare Einbindung in den Arbeitsalltag wurden pflegerische Kernkompetenzen, interprofessionelle Zusammenarbeit sowie ethische und kommunikative Anforderungen greifbar.
Der dritte Tag führte die Gruppe in die Rottal-Inn Kliniken, wo moderne Krankenhausstrukturen und spezialisierte Funktionsbereiche vorgestellt wurden. Neben einer Führung durch verschiedene Stationen, darunter die Notaufnahme, erhielten die Teilnehmenden im klinikeigenen Simulationszentrum praxisnahe Trainingsmöglichkeiten.
Das sogenannte „Simzentrum“ ermöglichte Übungen unter realitätsnahen Bedingungen: Vitalzeichenmessung, strukturierte Patientenbeobachtung und Reanimationsmaßnahmen an Simulationspuppen vermittelten zentrale Kompetenzen. Darüber hinaus bot die Pflegeschule der Kliniken Einblicke in den Schulalltag, digitale Lernformate und moderne Unterrichtskonzepte.
Bemerkenswert ist die breite Beteiligung zahlreicher Pflegeeinrichtungen des Landkreises, die das Pflegecamp aktiv unterstützten. Über alle drei Tage hinweg standen Fachkräfte und Ausbildungsverantwortliche für Fragen zur Verfügung und machten deutlich: Pflege im Landkreis Rottal-Inn ist vielseitig, anspruchsvoll und zukunftssicher.
„In Zeiten eines demografisch bedingten Strukturwandels gewinnt die nachhaltige Sicherung qualifizierter Pflegefachpersonen zunehmend an Relevanz. Das Pflegecamp verknüpft Berufsorientierung, Praxisnähe und wissenschaftlich fundierte Ausbildungsstrukturen zu einem innovativen Gesamtkonzept. Ich bin überzeugt, dass dieses Format auch künftig Bestand hat, da es einen echten Mehrwert für alle Beteiligten bietet“, so Anna Huber.
Und auch Landrat Michael Fahmüller betont: „Das Pflegecamp Rottal-Inn zeigt eindrucksvoll, wie regionale Netzwerke, praxisnahe Bildungsangebote und wissenschaftlich fundierte Ausbildungskonzepte ineinandergreifen können. Es ist ein starkes Signal für die Attraktivität des Pflegeberufs – und ein entscheidender Baustein zur langfristigen Sicherung qualifizierter Pflegefachkräfte im Landkreis Rottal-Inn. Mein Dank gilt der Geschäftsstellenleiterin der Gesundheitsregion plus Rottal-Inn, Anna Huber, für die gelungene Organisation sowie allen beteiligten Einrichtungen, ohne die ein solches Angebot gar nicht erst möglich wäre.“
Gruppenfoto: Drei Tage voller Engagement für die Pflege: die 15 Jungen und Mädchen zeigen stolz ihr Zertifikat für die erfolgreiche Teilnahme am Pflegecamp Rottal-Inn. Mit ihnen freuen sich (von links nach rechts):
Maria Linner, Pflegedirektorin an den Rottal-Inn Kliniken; Christian Reif, Heim- und Pflegedienstleitung beim Wohn- und Pflegeheim Christanger Eggenfelden; Anna Huber, Geschäftsstellenleitung Gesundheitsregion plus Rottal-Inn; Kathrin Seiler, Geschäftsführender Vorstand Kreis-Caritasverband Rottal-Inn e.V.; Markus Ellinger, stv. Pflegedirektor Rottal-Inn Kliniken; Daniela Schiefenbusch, Ausbildungsbeauftragte für Pflegeberufe beim BRK Rottal-Inn; Carina Mierswa und Sara Mailhammer, beide Lehrkräfte an der Berufsfachschule für Pflege an den Rottal-Inn Kliniken; Bettina Plettl, Geschäftsführerin der MediVital Sozialstation; Marina Stadler, Koordinatorin für Praxisanleitung beim Parkwohnstift; Katrin Klinglbrunner, Schulleitung des KWA Bildungszentrum Pfarrkirchen; Elisabeth Schoske, Schulleitung der Berufsfachschule für Pflege an den Rottal-Inn Kliniken; Silvia Saller, zentrale Praxisanleiterin an den Rottal-Inn Kliniken.