Kürzlich besuchte Landrat Michael Fahmüller gemeinsam mit Eggenfeldens Erstem Bürgermeister Martin Biber Auto Nothaft in Eggenfelden. Der Betrieb, der dort seit 1999 als freie Kfz-Werkstatt ansässig ist, beschäftigt 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bei einem kurzen Rundgang durch die Werkstatt stellte Inhaber Hans Nothaft das Leistungsportfolio und Serviceangebot vor. „Wir sind wahre Allrounder, da wir keine Vertragswerkstatt sind, sondern mit allen Automarken arbeiten. Das macht das Arbeiten hier auch so abwechslungsreich, da man mit vielen Fahrzeugtypen bzw. -herstellern konfrontiert ist – da hat jede so ihre Eigenheiten, auf die man individuell eingehen muss.“
Im Gespräch wollte Landrat Michael Fahmüller wissen, wo Herausforderungen für die Branche bzw. den Betrieb liegen. Wie Hans Nothaft berichtete, sei die aktuelle Lage auf dem Ersatzteilmarkt schwierig. „Bestimmte Teile – selbst für gängige Modelle – sind zeitweise nicht verfügbar oder die Lieferung verzögert sich über Wochen und Monate“, berichtet er. „Das erschwert es natürlich, benötigte Fahrzeugteile im Schadensfall schnell zu beschaffen.“ Auch auf strengere Abgasvorschriften und neue gesetzliche Anforderungen gilt es zu reagieren. „Um die Fahrzeuge unserer Kunden auch weiterhin korrekt warten und prüfen zu können, sind neue Geräte und moderne Diagnosetechnik, Prüfgeräte und Software erforderlich“, so der Werkstattbetreiber. Dies sei auch mit entsprechenden Investitionen und fachlichen Schulungen der Mitarbeiter verbunden. Um- bzw. nachgerüstet werden musste auch, als das Thema E-Mobilität aufkam. „Die Arbeit an Elektroautos war anfangs natürlich auch Neuland für uns. Wir mussten neues Werkzeug anschaffen und uns neues technisches Know-how aneignen, da Elektromotoren ganz anders aufgebaut sind als die von Verbrennern“, so Nothaft.
Um bei seinen Auszubildenden ein Bewusstsein für die technischen Grundlagen rund ums Fahrzeug zu schaffen, ist es Hans Nothaft wichtig, ihnen bestimmte Funktionsweisen, etwa einer Bremse oder eines Vergasers, am lebenden Objekt zu demonstrieren. Dafür hat er eine kleine Ausstellung an relevanten Teilen in der Werkstatt, auf die er immer wieder zurückgreift. „Man muss verstehen, wie ein Auto funktioniert, um später auch daran arbeiten zu können. Daher lege ich da Wert darauf, das von Beginn an zu vermitteln.“
Im letzten Jahr gab es in der Werkstatt noch besonderen Grund zur Freude: 2025 wurde Auto Nothaft vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales als „Familienfreundlicher Arbeitgeber“ ausgezeichnet. „Da sind wir richtig stolz drauf, dass wir als einer von zwei Betrieben Niederbayerns diesen Titel verliehen bekommen haben“, berichtet Firmenchef Hans Nothaft.
„Gerade der Mittelstand und Handwerksbetriebe wie Ihre Werkstatt sind das Rückgrat unserer Wirtschaft – wir alle kennen die Situation, dass plötzlich etwas am Auto fehlt und man froh ist, fachkundige Hilfe zu bekommen“, so Landrat Michael Fahmüller. „Daher möchte ich mich herzlich für die interessanten Einblicke in Ihre Arbeit bedanken!“
Bild: Zum Abschluss des Unternehmensbesuchs gab´s ein Foto mit dem gesamten Auto Nothaft-Team, Firmenchef Hans Nothaft (2. v. r.), Werkstattleiter Markus Hager (2. v. l.) sowie Landrat Michael Fahmüller (r.) und Eggenfeldens Bürgermeister Martin Biber (l.).