Im Rahmen einer Besprechung mit den Fraktionssprechern der im Kreistag vertretenen Parteien hat Landrat Michael Fahmüller seine Absicht bekannt gemacht, die Kreisumlage für das Haushaltsjahr 2026 unverändert bei 48 % zu belassen. Der Landkreis Rottal-Inn setze damit bewusst auf Stabilität und Verlässlichkeit gegenüber seinen Städten und Gemeinden. „Es ist ein starkes Signal, dass es uns gelingt, die Kreisumlage trotz hoher Investitionen konstant zu halten“, betonte Fahmüller nach der Sitzung. Angesichts gesamtwirtschaftlicher Unsicherheiten, steigender Ausgaben sowie hoher Investitionen sei dies alles andere als selbstverständlich und sei nur möglich, weil in den vergangenen Jahren mit Augenmaß, Verantwortung und einer konsequent nachhaltigen Finanzpolitik gewirtschaftet wurde.
Nach Fahmüllers Amtsantritt im Jahr 2012 lag die Kreisumlage bei 51% und war die höchste in Niederbayern. Mittlerweile ist sie auf 48 % gesunken und war Stand 2025 die zweitniedrigste in Niederbayern. Eine weitere Senkung lasse die aktuelle wirtschaftliche Lage derzeit zwar nicht zu, doch könne der Landkreis auf eine insgesamt stabile wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre aufbauen. Die konsequente Suche nach und Nutzung von Einsparungspotenzialen bei der Haushaltsplanung sowie die trotz schwieriger Zeiten steigende Wirtschaftskraft im Landkreis Rottal-Inn machen es möglich, die Umlage auf dem bisherigen Niveau zu halten und damit Planungssicherheit für die kommunale Familie zu gewährleisten.
„Unsere Gemeinden brauchen Verlässlichkeit. Dass wir trotz hoher Investitionen und spürbarer Mehrbelastungen keine zusätzliche Anhebung vornehmen müssen, zeigt, dass der Landkreis wirtschaftlich verantwortungsvoll und vorausschauend handelt“, so der Landrat weiter. Der Landkreis werde auch weiterhin konsequent auf eine solide Haushaltsführung, Prioritätensetzung und sorgfältige Ausgabenprüfung setzen. Ziel bleibe es, notwendige Zukunftsinvestitionen zu ermöglichen und zugleich die Belastungen für die kreisangehörigen Kommunen in einem vertretbaren Rahmen zu halten.
Die endgültige Beschlussfassung über die Kreisumlage 2026 erfolgt im Zuge der anstehenden Haushaltsberatungen im Kreistag.