Veranstaltung des GreG Rottal-Inn am 5. März zeigt praxisnahe Einblicke
Der Pflegebereich steht vor wachsenden Herausforderungen. Der Bedarf an Pflegeleistungen steigt, gleichzeitig fehlen Fachkräfte. Hinzu kommen ein hoher Dokumentationsaufwand und komplexe Abstimmungsprozesse im Alltag. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass digitale Lösungen hier entlasten können, vor allem durch die Automatisierung zeitintensiver Routinetätigkeiten wie Dokumentation, Dienstplanung oder Medikationsverwaltung.
Ein zentrales Thema ist dabei die verlässliche Weitergabe von Informationen zwischen allen Beteiligten im Pflegeprozess. Digitale Dokumentations- und Kommunikationssysteme können helfen, Fehlerquellen zu reduzieren, aktuelle Daten bereitzustellen und Arbeitsabläufe sicherer und transparenter zu gestalten. Ziel ist es, Zeit für das Wesentliche zu gewinnen: Die direkte Arbeit mit pflegebedürftigen Menschen, Gespräche, Beobachtung und individuelle Betreuung.
„Auch in der Region entstehen derzeit digitale Anwendungen, die Pflegekräfte, Einrichtungen und Angehörige konkret unterstützen. Das ist kein Zufall. Mit dem European Campus Rottal-Inn gibt es in Niederbayern einen Hochschulstandort, der gezielt im Bereich Pflege und Gesundheit ausbildet und forscht. Ergänzt wird dies durch regionale Gründerzentren, wie dem GreG Rottal-Inn – dem Digitalen Gründerzentrum des Landkreises, die junge Unternehmen bei der Entwicklung digitaler Lösungen begleiten“, weiß Martin Spengler, Netzwerkmanager am GreG Rottal-Inn. „Digitale Anwendungen können – wenn sie richtig eingesetzt werden – eine echte Entlastung für das Pflegepersonal in bürokratischen Arbeiten bedeuten. Dadurch kann wieder mehr Zeit für die eigentliche Pflege der Patienten bzw. Heimbewohner geschaffen werden“, ist sich Landrat Michael Fahmüller sicher.
Solche Ansätze stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung „Innovation.einfach.machen - Digitale Unterstützung in der Pflege“ am Donnerstag, 5. März, um 18 Uhr im GreG Rottal-Inn Digitales Gründerzentrum in der Ringstraße 22 in Pfarrkirchen. Vorgestellt werden digitale Werkzeuge junger Unternehmen aus der Region, die bereits heute in Pflegeeinrichtungen, Kliniken oder im häuslichen Umfeld zum Einsatz kommen. Konkret geben mehrere StartUps Einblicke in ihre Arbeit: Medtip aus Passau zeigt neue Wege in der Arbeits- und Personalsuche. Nonna Anna aus Ruhstorf stellt ein Beschäftigungsangebot für Seniorinnen und Senioren nach dem Montessori-Prinzip vor. PflegePilot aus Bad Birnbach präsentiert eine digitale Lösung zur Verwaltung von Pflegebudgets. Cognicare AI gibt Einblicke in den Einsatz künstlicher Intelligenz in der Pflege.
Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Rehakliniken sowie Verantwortliche in Pflege, Organisation und Verwaltung. Angesprochen sind aber auch weitere Interessierte aus dem Gesundheits- und Pflegebereich sowie Angehörige, die sich über neue Unterstützungsangebote informieren möchten. Neben kurzen Impulsvorträgen bleibt ausreichend Raum für Austausch, Fragen und die gemeinsame Diskussion, wie digitale Unterstützung im eigenen Arbeits- oder Pflegealltag sinnvoll eingesetzt werden kann. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird unter www.greg.bayern/ri/iem gebeten.