Im Zuge des Neubaus des Kreisbauhofs Rottal-Inn wurde die bestehende Heizungsanlage grundlegend erneuert. Während zuvor mit Heizöl geheizt wurde, erfolgt die Wärmeversorgung nun über Hackschnitzel. Die bisherige Ölheizung aus dem Baujahr 1996 war technisch überaltert, hätte umfassend modernisiert werden müssen und war zudem nicht mehr in der Lage, den durch den Neubau gestiegenen Wärmebedarf zuverlässig abzudecken. Vor diesem Hintergrund wurde entschieden, die alte Ölheizung samt Öltank vollständig stillzulegen und auszubauen. Stattdessen wurde eine neue, leistungsfähige Hackschnitzelheizung installiert, die optimal auf den aktuellen und künftigen Wärmebedarf ausgelegt ist. „Die Umstellung erfolgte bewusst im Rahmen des Bauhof-Neubaus, da sich hier Synergien in Planung und Umsetzung ergaben“, berichtet Robert Sager, Verantwortlicher für den Bauhof im Sachgebiet Liegenschaften.
„Die neue Anlage ist so konzipiert, dass sie nicht nur den Neubau und den bestehenden Bauhof versorgt, sondern auch zukünftige Hallen und Garagen des Katastrophenschutzes sowie perspektivisch das Tierheim mit Wärme beliefern kann“, so Sager weiter. Ein besonderes Merkmal der neuen Heizungsanlage ist ihre hohe Versorgungssicherheit: Die frühere Ölheizung mit einem einzelnen Brenner wurde durch eine Hackschnitzelheizung mit zwei unabhängig voneinander arbeitenden Kesseln ersetzt. Jeder Kessel verfügt über eine Leistung von 200 kW, wodurch bei eventuellen Störungen weiterhin eine zuverlässige Wärmeversorgung gewährleistet bleibt. Die Gesamtkosten für die neue Heizungsanlage belaufen sich auf rund 400.000 Euro. Davon werden knapp 20 Prozent durch Fördermittel bezuschusst.
Auch aus ökologischer Sicht stellt die Umstellung einen wichtigen Schritt dar. Durch den Wegfall der Ölheizung werden jährlich durchschnittlich rund 20.000 Liter Heizöl eingespart. Der genaue Verbrauch der neuen Anlage kann derzeit noch nicht abschließend beziffert werden, da sich einzelne Bauabschnitte – wie Bauabschnitt 3, der Anschluss des Tierheims sowie die Anbindung weiterer Einrichtungen des Katastrophenschutzes – noch in Planung beziehungsweise Umsetzung befinden. Der geschätzte jährliche Hackschnitzelbedarf liegt derzeit bei etwa 700 bis 1.000 Schüttraummetern, abhängig vom jeweiligen Nutzer- und Heizverhalten.
„Mit der neuen Hackschnitzelheizung investiert der Landkreis nicht nur in eine zuverlässige und zukunftssichere Wärmeversorgung, sondern stärkt auch nachhaltig seine Funktionsfähigkeit. Gerade Einrichtungen wie der Bauhof sind auf eine stabile und leistungsfähige Infrastruktur angewiesen. Gleichzeitig leisten wir mit der Umstellung einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, indem wir fossile Energieträger ersetzen und regionale, erneuerbare Ressourcen nutzen“, sagt Landrat Michael Fahmüller, der sich die neue Heizanlage vor Ort anschaute.
Bild: Hackschnitzel statt Heizöl: Landrat Michael Fahmüller (Mitte) machte sich kürzlich ein Bild von der neuen Heizungsanlage am Kreisbauhof Benk. Wissenswertes zu der neuen Heizungsanlage erklärte Robert Sager, Verantwortlicher für den Bauhof im Bereich Liegenschaften. Ebenfalls mit dabei waren (v.l.) Markus Nöbauer, Leiter der Abteilung Tiefbau, Bauhofmitarbeiter Wolfgang Schießl, Bauhofleiter Sebastian Wiesbauer und Bauhofmitarbeiter Oliver Sojak.