16.06.2021 - Landschaftsgenuss und Landschaftsmalerei

Eine Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Alpenverein (DAV) und dem vom Landkreis ausgerichteten LEADER-Projekt Landschaftsmalerei an Rott und Inn macht eine neuartige Kombination aus Natur- und Kulturgenuss möglich.  Alois Dicklberger von der Sektion Pfarrkirchen des DAV hat zwei Radtouren zusammengestellt, die auf ideale Weise drei bis vier Ausstellungsorte des LEADER-Projekts verbinden.

 

Die erste Route verbindet Pfarrkirchen, Triftern und Kößlarn auf ausgesuchten Routen durch das Hügelland. Im Glasbau Pfarrkirchen ist noch bis 20. Juni die Ausstellung „Feld-Wald-Rollrasen“ zu sehen mit einer Installation von André Hasberg und Landschaftsfotografien von Ursula Zeidler und Fritz Dumanski. Das Kirchenmuseum Kößlarn hat sich den Kirchenwald, der die Pfarrei seit dem Mittelalter finanziert, zum Thema genommen: Georg Thumbach zeichnete dort großformatige Waldportraits. Dazu erzählt eine Medienstation von der Geschichte und naturnahen Bewirtschaftung des Waldes. Die dritte Station der Rundtour führt in die „Alte Post“ nach Triftern, wo im neu gegründeten Haus für zeitgenössische Kunst, neun Künstler aus der Umgebung von Triftern ihre Sicht auf das Thema Landschaft zeigen.

 

Die zweite Rundfahrt hat ihren Schwerpunkt in den Orten Ering und Simbach am Inn sowie dem kleinen Weiler Kottigstelzham. Im Rathaus Ering kann man Bilder von Benedikt Marnier (1924‒1986) entdecken, einem ehemaligen Manager, der sich in Ering als Maler niedergelassen hatte. Das Museum Zollhaus in Simbach zeigt Karikaturen über das Rott- und Inntal von Karl-Heinz Brecheis. Im Heimatmuseum der Stadt kann man Landschaftsmalerei des berühmten Simbacher Malers Josef Karl Nerud (1900-1982) bestaunen. Eine Besonderheit ist sicherlich auch der Schauraum K3 in Kottigstelzham: im Ambiente eines malerischen Vierseithofs nähern sich die zeitgenössischen Künstler Rudolf Huber-Wilkoff (*1936) und Susanne Wagner (*1964) auf ganz eigene Weise dem Landschaftsthema an.

 

Das Thema Landschaft auf zwei unterschiedliche Arten zu erleben begeistert auch den Kulturbeauftragen des Landkreises, Dr. Ludger Drost: „Durch die schöne Landschaft an Rott und Inn zu radeln, ist zu dieser Jahreszeit zweifellos ein Vergnügen. Wenn man dabei gleichzeitig noch erleben kann, wie verschiedenste Künstler sich genau mit dieser Landschaft auseinandergesetzt haben: umso besser!“

 

Beide Touren können über die Tourenportale des Landkreises, bzw. des Deutschen Alpenvereins oder direkt über die Internetseite des LEADER-Projekts Landschaftsmalerei zwischen Rott und Inn unter landschaftsmalerei.rottal-inn.de abgerufen werden.

 

BU: Die Fotografie aus dem Jahr 2019 Schildthurn – Jägerstand von Fritz Dumanski, ist Teil der Ausstellung Feld, Wald, Rollrasen im Glasbau in Pfarrkirchen. Diese gehört zur Nord-Tour. Bildrechte: Fritz Dumanski, Taubenbach