Der Freistaat Bayern hat dem Landkreis Rottal-Inn eine finanzielle Förderung für den Ausgleich des Defizits der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe der Rottal-Inn Kliniken in Eggenfelden im Geschäftsjahr 2024 bewilligt. Vom Gesamtdefizitausgleich des Landkreises an die Rottal-Inn Kliniken von 1,360 Mio. Euro erhält der Landkreis eine Förderung in Höhe von rund 70 Prozent bzw. 947.422,31 Euro. Um den Gesamtbetrag des Defizits auszugleichen, finanziert der Landkreis rund 30 Prozent und damit rund 413.000 Euro selbst aus Eigenmitteln. Das Förderprojekt wurde von der Regierung von Oberfranken abgewickelt, die finanziellen Mittel stammen aus dem Etat des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention.
„Mit der wiederholt hohen finanziellen Unterstützung macht der Freistaat deutlich, wie wichtig ihm auch künftig eine verlässliche gynäkologische und geburtshilfliche Versorgung der Bevölkerung vor Ort ist. Vielen Dank dafür“, so Landrat und Verwaltungsratsvorsitzender der Kliniken Michael Fahmüller. „Für mich sind die Gynäkologie und Geburtshilfe ein Aushängeschild der Rottal-Inn Kliniken. Angesichts der hohen Qualität der stationären Versorgung leiste daher auch der Landkreis gerne seinen Beitrag zum Erhalt der Abteilung auf Top-Niveau.“
„Diese staatliche Zuwendung soll eine flächendeckende und qualitativ hochwertige Versorgung in Krankenhäusern sichern und dient vor allem Landkreisen und kreisfreien Städten im ländlichen Raum“, weiß Landtagsabgeordneter Martin Wagle. Dank des engagierten und qualifizierten Teams aus Hebammen, Pflegekräften sowie Ärztinnen und Ärzten genießt die Geburtshilfe der Rottal-Inn Kliniken einen sehr guten Ruf, betonen die Klinikvorstände Robert Koch und Florian Pletz. Entsprechend groß sei die Freude darüber, dass der Freistaat für den Defizitausgleich 2024 umfangreiche finanzielle Unterstützung gewährt.
Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach, aus deren Haus die Fördermittel kommen, betonte: „Ich freue mich, dass wir im Rahmen unseres Förderprogramms ‚Zukunftsprogramm Geburtshilfe‘ den Landkreis Rottal-Inn mit knapp 950.000 Euro unterstützen können. Als Freistaat setzen wir uns dafür ein, dass es auch weiterhin eine wohnortnahe stationäre Versorgung gibt – und das betrifft ganz besonders die Geburtshilfe. Seit dem Start des Förderprogramms 2019 wurden bayernweit über 130 Millionen Euro für Defizitausgleiche bewilligt. Dadurch konnten und können zahlreiche Geburtshilfestationen im ländlichen Raum, die sich in ihrer Region als Hauptversorger etabliert haben, unterstützt werden.“
Bild: Freuen sich über die großzügige Bezuschussung des Freistaats Bayern für die Fachabteilung Gynäkologie und Geburtenhilfe an den Rottal-Inn Kliniken (v.l.n.r.): MdL Martin Wagle, Dr. med. Jürgen Terhaag, Chefarzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Landrat und Verwaltungsratsvorsitzender Michael Fahmüller, Hebamme Katharina Durner sowie die beiden Klinik-Vorstände Florian Pletz und Robert Koch.